Jens Tiedtke im Trikot der HSG Wetzlar

Er war Nationalspieler, spielte für den TV Großwallstadt, für Wallau-Massenheim und die HSG Wetzlar. Nun ist der ehemalige Handball-Profi Jens Tiedtke im Alter von nur 39 Jahren gestorben.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Der ehemalige Handball-Nationalspieler Jens Tiedtke ist tot

Handbälle liegen in einem Tornetz
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Der frühere Handball-Nationalspieler Jens Tiedtke ist wenige Tage vor seinem 40. Geburtstag nach schwerer Krankheit gestorben. Das gab sein ehemaliger Verein TV Großwallstadt am Mittwoch bekannt. Insgesamt bestritt Tiedtke 443 Bundesliga-Spiele, unter anderem für die HSG Wallau-Massenheim und die HSG Wetzlar, ehe er seine Karriere im Sommer 2016 beim damaligen Drittligisten TV Großwallstadt beendete.

In der Nationalmannschaft debütierte "Tito" im Oktober 1999 im Spiel gegen Polen in Cottbus, in 64 Einsätzen erzielte er 92 Tore für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Tiedtke nahm an den WM-Turnieren 2005 und 2009 teil.

Rückkehr nach Hirntumor

Im Oktober 2006 war bei Tiedtke ein Gehirntumor festgestellt worden, der operativ entfernt wurde. Nur sieben Monate später feierte er sein Comeback beim TVG. 2012 wechselte er nach Wetzlar. Bei seinem emotionalen Abschied drei Jahre später sagte Tiedtke: "Ich habe in den letzten Jahren gelernt zu leben, zu überleben. Auch wenn ich kein Weltmeister bin, bin ich doch verdammt froh, dass ich diese Mannschaft auf die Platte führen konnte."

"Ich bin unfassbar traurig", sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning, der als Trainer mit Tiedtke in Wuppertal und Willstätt gearbeitet hatte: "Tito war nicht nur ein sehr guter Handballer, sondern ein in jeder Hinsicht bemerkenswerter Mensch, der einen festen Platz in unserem Herzen behält. Unsere Gedanken sind in dieser schweren Zeit bei seiner Familie."