Der Kapitän geht von Bord: Kristian Björnsen wird Handball-Bundesligist HSG Wetzlar zum Saisonende verlassen. Die Mittelhessen wollten den Vertrag verlängern, der Norweger hat aber andere Pläne.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found HSG Wetzlar verliert Kapitän Björnsen im Sommer

Kristian Björnsen im Einsatz für die HSG Wetzlar
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Rechtsaußen Kristian Björnsen wird die HSG Wetzlar nach fünf Jahren in diesem Sommer verlassen. Das gaben die Mittelhessen am Dienstag bekannt. Die HSG hatte dem Norweger einen neuen Vertrag angeboten, doch der 32-Jährige lehnte ab. "Es war schon immer mein Ziel, auch im Verein noch einmal international, möglichst Champions League zu spielen", so Björnsen. Angesichts seines fortgeschrittenen Alters habe er sich deshalb für eine Veränderung entschieden.

Der Abschied fällt dem Norweger nicht leicht. "Meine Familie und ich genießen es in Mittelhessen von Anbeginn an. Es war und ist eine tolle Zeit hier, an die ich mich wegen vieler sportlicher Highlights und auch der Geburt unserer Kinder immer zurückerinnern werde", sagte der Nationalspieler, der die Zeit bis zu seinem Abgang noch in vollen Zügen genießen möchte. "Zudem hoffe ich, bis dahin noch einmal in den Genuss zu kommen, vor Zuschauern in der Rittal Arena zu spielen. Diese Wahnsinnsstimmung wird mir nämlich ganz besonders fehlen."

Ein Spiel mit offenen Karten

Bei der HSG lässt man den Rechtsaußen natürlich nur ungern gehen. Die Beweggründe kann man aber gut verstehen. "Kristian hat mit mir schon immer ganz offen gesprochen und ich wusste, dass es sein Wunsch ist, auch auf Clubebene nochmal europäisch zu spielen. Deshalb respektieren wir seine Entscheidung, uns zum Saisonende zu verlassen, auch wenn es natürlich sehr schade ist", sagte Geschäftsführer Björn Seipp.

Björnsen absolvierte bisher 135 Spiele für Wetzlar, in denen er 501 Tore erzielte. Ein paar mehr könnten es bis Sommer noch werden.