Das Spiel der HSG Wetzlar beim Bergischen HC musste am Samstagabend wegen eines medizinischen Notfalls in der Halle abgebrochen werden.

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Audioseite HSG-Spiel wegen Notfall abgebrochen

Filip Mirkulovski
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Beim Stand von 21:19 für die Hessen nach 51 Minuten war ein Zuschauer auf der Tribüne kollabiert. Helfer leiteten sofort Rettungsmaßnahmen ein, das Spiel wurde unterbrochen und die Mannschaften in die Kabine geschickt. Dort einigten sich die Teams, das Spiel an diesem Abend nicht fortzusetzen. Wie die Partie gewertet wird, ist noch offen.

"In kürzester Zeit war Hilfe vor Ort, darunter ein Kardiologe und ich als Allgemeinmediziner", sagte BHC-Mannschaftsarzt Oliver Riemann der Westdeutschen Zeitung zum Ablauf der Hilfeleistung, die planmäßig und unverzüglich verlaufen sei.

Die Mannschaft in der Kabine sei tief betroffen, ergänzte er. Demnach war der betroffene Mann nach 30 Minuten per Rettungswagen ins Herzentrum Arrenberg gebracht worden. Zu diesem Zeitpunkt sei die Wiederbelebung gelungen, hieß es.

HSG-Geschäftsführer beschreibt Geschehen vor Ort

"Es gibt Wichtigeres als Handball", sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp nach Angaben von mittelhessen.de. "Ich habe recht schnell gesehen, dass auf der Tribüne etwas passiert ist, dass dort ein Mann zusammengebrochen ist. Die Sanitäter sind schnell zu dem Mann gelaufen und haben dann sehr lange eine Herzmassage durchgeführt", beschrieb er das Geschehen.

Demnach sei den Verantwortlichen des BHC schnell klar gewesen, dass Handball an diesem Abend keine Rolle mehr spielen würde. Die Spieler beider Mannschaften seien sichtlich geschockt gewesen. "Da konnte keiner mehr seinen Fokus auf das Spiel richten", so Seipp. "Die Zuschauer haben dann auch schnell die Halle verlassen."

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