Trainer Kai Wandschneider konnte sich über einen Erfolg seiner Mannschaft freuen.

Das Ende einer Ära: Handball-Bundesligist Wetzlar will den Vertrag mit Trainer Kai Wandschneider nicht mehr verlängern - obwohl der gerne geblieben wäre.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wandschneider: "Schon sehr enttäuschend"

Kai Wandschneider, Trainer HSG Wetzlar
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Die HSG Wetzlar wird den Vertrag mit Cheftrainer Kai Wandschneider nicht mehr verlängern. Der 60-Jährige wird den hessischen Handball-Bundesligisten damit 2021 verlassen. Wandschneider trainiert die Mittelhessen seit März 2012.

Mannschaft am Mittwoch informiert

"Ich bin enttäuscht und hätte gerne weiter gearbeitet", sagte Wandschneider auf einer Pressekonferenz. "Ich kann mir nicht vorstellen, vorzeitig zu gehen." Die Entscheidung sei ihm inter aber bereits vor einem Vierteljahr mitgeteilt worden. "Ich hatte genügend Zeit, um das zu verarbeiten", sagte er dem hr-sport.

"Es geht um Zukunft und Neustrukturierung", sagt Geschäftsführer Björn Seipp zur Entscheidung des Verein. "Kai dies im persönlichen Gespräch mitzuteilen war ganz sicher die schwerste Amtshandlung für mich, seitdem ich diesen Job mache, denn er ist ein toller Mensch und hervorragender Coach." Mannschaft und Mitarbeiter seien heute über den Schritt informiert worden.

Noch kein Nachfolger

Aufsichtsrat und Geschäftsführung hätten sich in den vergangenen Monaten viele Gedanken gemacht, was die Zukunft Wetzlars angehe, sagte Seipp weiter. "Wir haben gemeinsam das Gefühl, dass es langfristig notwendig ist, etwas Neues zu machen, einige Positionen neu zu besetzen oder intensiver mit verschiedenen Aufgaben zu betrauen."

Mannschaftskapitän Filip Mirkulovski soll ab Sommer Standby-Spieler und Co-Trainer sein. Nachfolge-Kandidaten für Wandscheider gebe es derzeit nicht. Der Diplom-Sportlehrer war 2013 und 2017 in der Bundesliga zum "Trainer der Saison" gewählt worden.

Wie es für ihn kommenden Sommer weitergehen soll, weiß Wandschneider noch nicht genau. "Nach Beendigung meines Vertrages hier bin ich für alles offen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass ich einfach mal eine Pause einlege."