Geschäftsführer Björn Seipp von der HSG Wetzlar schließt einen Abbruch der Handball-Bundesligasaison der Männer nicht aus.

"Die Liga hat das bisher sehr gut gemacht und alle Optionen offen gehalten. Aber jetzt sind wir an einem Punkt, wo wir eine Entscheidung brauchen", sagte Seipp am Mittwoch im Interview mit dem Radiosender FFH.

Es sei wichtig, mit Dauerkarteninhabern, Sponsoren über Verzichte zu sprechen, die notwendig seien, "so dass wir auch diese Saison zwar hoffentlich nur mit einem blauen Auge, aber zumindest einigermaßen ordentlich über die Bühne bekommen". Bisher hatte die Liga den Spielbetrieb nur ausgesetzt, um sich alle Optionen offen zu halten. Am Montag will die Handball-Liga HBL entscheiden, ob die Saison beendet werden muss.

"Jetzt ist der Zeitpunkt für eine Entscheidung gekommen"

"Jetzt ist der Zeitpunkt für eine Entscheidung gekommen", meinte Seipp. "Der Liga läuft die Zeit davon." Aus rechtlichen Gründen müsse die Saison bis spätestens am 16. Mai wieder beginnen, um sie bis Ende Juni noch beenden zu können. Seipp bekräftigte, dass es im Handball - anders als im Fußball - keine Geisterspiele geben werde.

"Beim Fußball machen bei manchen Clubs die Fernseheinnahmen fast 60 Prozent des Etats aus. Bei uns im Handball gerade mal fünf Prozent", erklärte er. "Da wäre es unternehmerischer Selbstmord, wenn wir Geisterspiele durchführen würden."