Philipp Henningsson im Trikot der HSG Wetzlar

Rückraumspieler Philipp Henningsson bricht seine Zelte nach nur einer Saison bei der HSG Wetzlar überraschend schon wieder ab. Der Schwede vermisst seine Heimat einfach zu sehr.

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Philipp Henningsson im Trikot der HSG Wetzlar
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In einem fremden Land Fuß zu fassen, ist nicht immer einfach. Einfacher wird es auch nicht, wenn man den Schritt ins Ausland während einer Pandemie wagt. Handball-Profi Philipp Henningsson hat genau das versucht und sich im vergangenen Sommer der HSG Wetzlar angeschlossen. Nach einem Jahr kehrt der Schwede den Hessen nun wieder den Rücken.

"Philip hat das Heimweh gepackt", sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp zum etwas überraschenden Abschied des Rückraumspielers vor dem Saisonstart. Henningsson hatte in Wetzlar eigentlich einen Vertrag bis 2022 unterschrieben. Nun kehrt er zu seinem Heimatverein IFK Kristianstad zurück.

"Nie richtig heimisch geworden"

"Er ist während der Pandemie zu uns gewechselt und leider nie richtig heimisch geworden, was neben seinem zurückhaltenden Naturell sicherlich auch den notwendigen Corona-Restriktionen geschuldet ist", erläutert Seipp. Henningsson habe daher um die Auflösung seines Vertrags gebeten.

Die HSG hat dem Wunsch des 26-Jährigen entsprochen. "Für Heimweh muss man sich nicht schämen und es bringt letztlich allen nichts, einen Spieler, der sich nicht wohl fühlt, gegen dessen Willen zu halten."

"Keine leichte Zeit für mich"

Henningsson selbst bedankte sich für das Verständnis des Bundesligisten. "Das vergangene Jahr war keine leichte Zeit für mich, auch wenn der Club, der neue Trainer und die Mannschaft alles dafür getan haben, dass ich mich in Mittelhessen wohl fühle", so der Schwede. "Letztlich habe ich aber gemerkt, dass mir meine Familie und die Heimat einfach zu sehr fehlen als dass ich mich voll auf den Job hier konzentrieren könnte."

Die HSG Wetzlar will versuchen, Henningssons Abgang intern zu kompensieren. "Trotzdem werden wir auch den Transfermarkt im Blick behalten", kündigte Seipp an.