Jubel der HSG Wetzlar in Kiel

Die HSG Wetzlar hat sich mit dem Sensations-Sieg in Kiel selbst das größte Weihnachtsgeschenk gemacht. Matchwinner bei den Hessen war Torhüter Tibor Ivanisevic.

Videobeitrag

Video

zum Video Spielbericht: Wetzlar siegt in Kiel

Umarmungen für den Wetzlarer Keeper Ivanisevic
Ende des Videobeitrags

Die besten Weihnachtsgeschenke sind ja die, die einen überraschen. Mit denen man nicht rechnet. Dann ist die Freude noch größer. Die HSG Wetzlar hat sich am Sonntag selbst ein riesiges Präsent unter den Baum gelegt. Der 27:20-Auswärtssieg bei Ex-Serienmeister Kiel war genauso furios wie überraschend. Eben das perfekte Weihnachtsgeschenk.

Vor der Partie hätte man ja vieles erwarten können. Eine kleine Überraschung beim Tabellenführer vielleicht, ein spannendes, enges Spiel mindestens. Dass die Gäste aus Hessen die Begegnung in Kiel aber schon nach 40 Minuten quasi entschieden hatten, wäre selbst den kühnsten HSG-Optimisten zuviel gewesen. Aber: Nach zwei Dritteln der Partie stand es im hohen Norden Deutschlands bereits 19:12 für das Team von Kai Wandschneider.

Torhüter Ivanisevic der überragende Akteur

Dieser Sieben-Tore-Vorsprung hielt bis zum Schluss. Was zu einem Sieg führte, der auch in dieser an Überraschungen nicht armen Bundesliga-Saison ein absolutes Highlight war. Aber auch solche Erfolge brauchen einzelne Spieler, die über sich hinauswachsen. Bei der HSG war das am Sonntag Torwart Tibor Ivanisevic.

Am Keeper der Hessen verzweifelte die Kieler Offensive die ganze Partie über. Zum Schluss kam der HSG-Torwart auf 19 Paraden und 50 Prozent gehaltene Bälle - eine beeindruckende Statistik. "Heute hat alles geklappt", urteilte Ivanisevic hinterher. "Das waren zwei große Punkte für uns." So kann Weihnachten in jedem Fall kommen.