Björn Seipp

Wegen der Corona-Unterbrechung in der Handball-Bundesliga hat die HSG Wetzlar Kurzarbeit angemeldet. Von Sponsoren und Fans gibt es in der finanziellen Situation positive Signale.

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Eine leere Sporthalle
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Handball-Bundesligist HSG Wetzlar meldet für alle Spieler, Trainer und Mitarbeiter Kurzarbeit an. Den entsprechenden Antrag habe Geschäftsführer Björn Seipp am Dienstag bei der Agentur für Arbeit eingereicht, teilte der Club mit.

"Wir können nicht trainieren, weil alle dafür notwendigen Einrichtungen geschlossen sind, und schon gar nicht Handball spielen. Deshalb sind wir gezwungen Kurzarbeit anzumelden", sagte Seipp. "Sie ist derzeit für viele Unternehmen in unserem Land ein extrem wichtiges staatliches Hilfsmittel, um die Not etwas zu lindern."

HSG Wetzlar: Spieler und Trainer stimmen Kurzarbeit zu

Die Corona-Krise und ihre Auswirkungen sorge bei den Mitarbeitern der HSG für Ängste, nicht nur hinsichtlich der Gesundheit, sondern auch in Bezug auf ihre Existenz. "Umso mehr freue ich mich, dass alle Spieler und Trainer letztlich als Gemeinschaft der Kurzarbeit und somit einem Gehaltsverzicht im Sinne des Clubs zugestimmt haben", so der Geschäftsführer.

Auch von Seiten der Sponsoren und Fans habe der Club bereits zahlreiche positive Signale erhalten, dass im Falle eines vorzeitigen Saisonabbruchs keine Rückzahlungsansprüche erhoben werden würden. Seipp: "Es zeigt uns, dass die Partner und Zuschauer um ihre Verantwortung in dieser prekären Situation und die Notwendigkeit dessen wissen."

Coronavirus: Spiele in Handball-Bundesliga verschoben

Ein wichtiges Datum, an dem sich die Mittelhessen nun orientieren, ist der 30. Juni - das Ende des Geschäftsjahres. "Was danach kommt, kann heute noch keiner sagen, weder in der Gesellschaft noch in der Wirtschaft und somit auch nicht im Sport", so der Wetzlarer Geschäftsführer. "Klar ist nur, der Sport steht kurzfristig vor einer ungewissen Zukunft."

In Folge der Maßnahmen, die die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen sollen, sind die noch ausstehenden Bundesligaspiele der HSG - darunter vier Heimspiele - verschoben worden. Die Liga pausiert bis zum 22. April. "Das bedroht unsere Existenz und sorgt für finanzielle Probleme, die es mehr oder weniger von heute auf morgen zu lösen gilt", machte Seipp klar.