Kai Wanschneider ballt die Faust.
Kai Wandschneider (vorne) bleibt an Bord der HSG. Bild © Imago Images

Die HSG Wetzlar hat die hausinterne Bescherung vorgezogen und Trainer Kai Wandschneider vorzeitig mit einem neuen Vertrag ausgestattet. Für den Club bedeutet das Planungssicherheit – auch auf einer anderen Position.

Kontinuität bei der HSG Wetzlar: Wie der Handball-Bundesligist am Freitag bekanntgab, haben Trainer Kai Wandschneider sowie Co- und Torwarttrainer Jasmin Camdzic ihre auslaufenden Verträge vorzeitig verlängert – Wandschneider bis zum Jahr 2021, Camdzic unterzeichnete sogar ein unbefristetes Arbeitspapier.

Das Duo trägt seit fast sieben Jahren die sportliche Verantwortung bei den Grün-Weißen. Nach Alfred Gislason von Ligakonkurrent THW Kiel, der die Norddeutschen am Ende der laufenden Saison verlassen wird, ist Wandschneider der dienstälteste Trainer in der Bundesliga.

Wandschneider zwei Mal "Trainer des Jahres"

"Ich freue mich sehr, dass sich Kai und Jasmin für ihre jeweiligen Vertragsverlängerungen entschieden haben und ich weiß, ich kann diesbezüglich auch im Namen aller Fans und Sponsoren sprechen", sagte HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. "Unsere sportlichen Erfolge sind eng mit den Namen Wandschneider und Camdzic verbunden. Sie genießen eine große Wertschätzung im Club, sind absolute Fachmänner auf ihrem Gebiet und es macht sehr viel Spaß, tagtäglich mit ihnen zusammen zu arbeiten."

Pressekonferenz bei der HSG Wetzlar
HSG-Geschäftsführer Björn Seipp (mitte) Bild © hr

Wandschneider war im März 2012 nach Wetzlar gekommen, nachdem er zuvor elf Spielzeiten lang Bayer Dormagen trainiert hatte. Der heute 59 Jahre alte Diplom-Sportlehrer wurde in den Saisons 2012/13 und 2016/17 zum "Trainer des Jahres" in der Handball-Bundesliga gewählt.

"Tiefes Vertrauensverhältnis und große Wertschätzung"

"Ich freue mich darüber, dass wir unsere erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen. Es ist im Laufe der vielen Jahre ein tiefes Vertrauensverhältnis und eine große Wertschätzung entstanden, was nicht selbstverständlich ist für die Bundesliga", sagte er. "Zudem bin ich in einem Alter, in dem ich auch spüre, dass Berufszeit immer auch Lebenszeit ist und man das nicht trennen kann. Der Club ist zu einer Herzensangelegenheit für mich geworden."

Co- und Torwarttrainer Camdzic ist bereits seit November 2011 für die HSG aktiv. Der gebürtige Bosnier kam damals vom heutigen Drittligisten TV Gelnhausen nach Mittelhessen. Der frühere Zweitliga-Keeper gilt als ausgewiesener Experte in Sachen Torhüterausbildung. In Wetzlar wird er künftig auch die Position "Leiter Scouting/Talentförderung" innehaben.

Seipp freut sich über Planungssicherheit

"Für mich war es eine sehr leichte Entscheidung, weiter für die HSG Wetzlar zu arbeiten", sagte er. Durch die Erweiterung meines Aufgabengebiets kann ich jetzt noch mehr Verantwortung für die HSG Wetzlar übernehmen, was mir wichtig ist, um mich beruflich weiter zu entfalten, dem Club eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen und die vielen Fans und Sponsoren stolz zu machen."

Den Blick in die Zukunft richtete auch Geschäftsführer Seipp. "Durch die wichtigen Vertragsverlängerungen von Kai und Jasmin haben wir nunmehr die notwendige Planungssicherheit auf diesen Positionen", sagte er. "Gemeinsam mit der Mannschaft gilt es nun, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren, um auch in Sachen Personalplanung die nächsten Schritte machen zu können und an mehr Kontinuität zu arbeiten, wie sie auf der Trainerposition schon gegeben ist."