Spieler der MT Melsungen feiern den Europacup-Einzug
Die Spieler der MT Melsungen feiern den Europacup-Einzug. Bild © Imago Images

Die MT Melsungen spielt in der kommenden Saison europäisch: Mit einem Heimsieg gegen den TBV Lemgo haben die Nordhessen zum Saisonabschluss letzte Zweifel beseitigt. Auch die HSG Wetzlar durfte nochmal jubeln.

Ein Punkt fehlte noch zur sicheren Europapokal-Qualifikation – am Ende wurden es zwei: Die MT Melsungen gewann am Sonntag zum Saisonabschluss der Handball-Bundesliga ihr Heimspiel gegen den TBV Lemgo mit 31:27 und sicherte sich damit Rang fünf in der Tabelle.

Vor 4.300 Zuschauern in der ausverkauften Kasseler Rothenbach-Halle hatte das Team von Trainer Heiko Grimm die Partie über weite Strecken im Griff. Nach einer 16:13-Pausenführung verpassten es die Nordhessen allerdings, sich im zweiten Abschnitt entscheidend abzusetzen. Bis zum 27:25 (54.) blieb es eng, dann ließ die MT nichts mehr anbrennen.

Müller-Zwillinge verabschieden sich

Die Zwillinge Michael und Philipp Müller steuerten zum Abschied drei beziehungsweise zwei Treffer bei. Beide müssen Melsungen am Saisonende verlassen. "Ich bin sehr, sehr froh, dass wir den Fans zum Abschied den Europapokal schenken konnten", sagte Philipp Müller nach Spielende dem TV-Sender Sky. Bruder Michael sprach von einem emotionalen Moment.

Teamkollege Michael Allendorf, der gegen Lemgo mit sieben Toren bester Werfer der Hausherren war, freute sich indes bereits auf die kommenden europäischen Auftritte im EHF-Pokal: "Wir waren zwei Mal im Viertelfinale. Es wäre schön, wenn wir jetzt einen Schritt weiter gehen könnten", gab er ambitionierte Ziele aus.

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MT Melsungen - TBV Lemgo 31:27 (16:13)

Tore Melsungen: Allendorf 7, Maric 4, Reichmann 4/1, Birkefeldt 3, Danner 3, M. Müller 3, P. Müller 2, Pavlovic 2, Ignatow 1, Mikkelsen 1/1, Schneider 1

Tore Lemgo: Hornke 8/5, Zieker 6, Baijens 4, Guardiola Villaplana 3, Klimek 3, Hübscher 2, Ebner 1

Zuschauer: 4.300

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Wetzlar trumpft in Berlin auf

Am Ende hätten sich die Melsunger dank der Schützenhilfe der Konkurrenz sogar eine Niederlage leisten können. Sowohl der Bergische HC (24:27 gegen den neuen Meister aus Flensburg) als auch die Füchse Berlin gingen zum Saisonausklang leer aus. Die Berliner verloren überraschend ihr Heimspiel gegen die HSG Wetzlar mit 25:27.

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Die Wetzlarer, für die es als Zehnter der Abschlusstabelle um nichts mehr ging, lieferten vor allem in der zweiten Hälfte eine bärenstarke Vorstellung. Nach einem 11:14-Pausenrückstand drehte die HSG vor 8.704 Zuschauern in der Berliner Max-Schmeling-Halle mächtig auf. Beim Stand von 17:17 (43.) glichen die Gäste erstmals aus und gingen schließlich selbst mit 23:22 in Führung (52.). Diese brachten sie in der Schlussphase über die Zeit. Lenny Rubin (7 Tore) und Maximilian Holst (5) waren beste HSG-Werfer.

"Das ist natürlich eine Sensation, dass wir in Berlin gewinnen", sagte Trainer Kai Wandschneider, "alle Spieler sind nochmal an die Leistungsgrenze gekommen. Die Mannschaft hat wieder gezeigt, was für eine starke Moral sie hat", lobte der Coach, der besonders für die zweite Saisonhälfte eine zufriedene Bilanz zog: 17 Punkte in der Rückrunde seien "der absolute Hammer".

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Füchse Berlin - HSG Wetzlar 25:27 (14:11)

Tore Berlin: Lindberg 8/7, Zachrisson 6, Drux 3, Marsenic 2, Reissky 2, E. Schmidt 2, Elisson 1, Holm 1

Tore Wetzlar: Rubin 7, Holst 5/4, Forsel Schefvert 4, Weissgerber 4, Mirkulovski 3, Cavor 2, Torbrügge 2

Zuschauer: 8.704

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Sendung: hr-iNFO, 9.6.2019, 17.00 Uhr