Spielabbruch zwischen Hamburg und Melsungen

Die Auswärtspartie der MT Melsungen beim HSV Hamburg ist wegen eines medizinischen Notfalls abgebrochen worden. Erst vor zwei Wochen hatte es bei der HSG Wetzlar, die am Sonntag knapp gewann, einen ähnlichen Vorfall gegeben.

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Audioseite Spiel der MT Melsungen nach medizinischem Notfall abgebrochen

Ein Handball liegt auf dem Spielfeld.
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Das Bundesliga-Spiel zwischen den Handballern des HSV Hamburg und der MT Melsungen ist am Sonntag wenige Minuten vor der Halbzeit abgebrochen worden. Beim Stand von 11:8 für die Gäste aus Nordhessen hatte es einen medizinischen Notfall im Publikum in der Hamburger Sporthalle gegeben.

Wie die Bild später berichtete, soll der 25 Jahre alte Bruder eines HSV-Spielers, der auf der Tribüne saß, plötzlich nicht mehr ansprechbar gewesen sein. Er wurde umgehend notärztlich behandelt und mit dem Rettungswagen abtransportiert. Sein Zustand sei stabil, hieß es.

Ähnlicher Vorfall bei der HSG Wetzlar

Beide Teams waren zunächst auf dem Feld geblieben, ehe sie vorzeitig in die Kabinen geschickt wurden. Die Mannschaften einigten sich dann auf Wunsch der Hamburger Spieler darauf, das Spiel nicht fortzusetzen. Ob und wann die Partie wiederholt wird, steht derzeit noch nicht fest.

Erst am 16. Oktober war die Partie zwischen dem Bergischen HC und der HSG Wetzlar wegen zwei Notfällen im Publikum abgebrochen worden.

Wetzlar mit Last-Minute-Sieg

Die HSG Wetzlar hat am Sonntagabend einen denkbar knappen Heimsieg gegen den TVB 1898 Stuttgart gefeiert. Die Mittelhessen setzten sich in einer bis zum Schluss spannenden Partie mit 35:34 durch und sprangen auf Platz elf der Tabelle der Handball-Bundesliga. Den entscheidenden Treffer erzielte Stefan Cavor vier Sekunden vor dem Ende.

Nachdem die HSG in der ersten Hälfte klar überlegen war, wurden die Gäste mit fortlaufender Dauer der Partie immer besser und schnupperten lange an einem Remis. Bester Werfer auf Seiten der Wetzlarer war Lenny Rubin, der insgesamt acht Tore erzielte.