Silvio Heinevetter

Im Sommer ist Schluss für Silvio Heinevetter bei der MT Melsungen. Das schmeckt dem Torwart überhaupt nicht. Nach dem Sieg gegen Leipzig hat der Ausgebootete nun Klartext gesprochen - und Manager Axel Geerken ins Visier genommen.

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Arnar Freyr Arnarsson packt im Spiel gegen Leipzig zu.
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Silvio Heinevetter hat mit deutlichen Worten auf seine Ausbootung beim Handball-Bundesligisten MT Melsungen reagiert. Nach dem Sieg gegen Leipzig sagte der Keeper am Mikrofon des Senders Sky: "Als Spieler kann man eine offene und ehrliche Kommunikation erwarten. Die war es bei Gott nicht." Heinevetters auslaufender Vertrag wird im Sommer nicht verlängert, der Torwart verlässt die Nordhessen.

Besonders im Visier des ehemaligen Nationaltorhüters: MT-Manager Axel Geerken. "Ich bin ein Typ, der klare Kante macht. Ich habe Axel Geerken ins Gesicht gesagt, dass ich menschlich enttäuscht bin", so Heinevetter. "Es war einfach nicht ehrlich. Das ist schade, weil ich hier in eineinhalb Jahren viel Herzblut gegeben habe."

"Nicht die feine englische Art"

Grund für seinen Frust: Die MT hat mit Adam Morawski bereits einen neuen Keeper verpflichtet. Heinevetter, so der Vorwurf des Towarts, sei hingehalten worden. "Wenn man einen anderen Torhüter verpflichtet hat und trotzdem den anderen noch über Wochen und Monaten bei Laune hält, ist das nicht die feine englische Art", echauffierte sich Heinevetter.

Der Torwart, der gegen Leipzig und zuvor auch gegen Stuttgart eine überzeugende Leistung gezeigt hatte, weiß nach eigener Angabe noch nicht, wie es ab dem Sommer weitergeht. "Ich bin davon ausgegangen, dass ich in Melsungen bleiben werde", so Heinevetter: "Ich habe noch gar nichts."