Grimm hält eine Ansprache an seine Spieler.
Trainer Heiko Grimm und die MT Melsungen bei einem Spiel am Ende der vergangenen Saison Bild © Imago Images

Für Handball-Bundesligist MT Melsungen hebt sich am Donnerstag der Vorhang zur neuen Saison. Mit dem SC Magdeburg bekommen es die Nordhessen gleich mit einer harten Nuss zu tun.

Anwurf zur Partie in der Kasseler Rothenbach-Halle ist um 19 Uhr. Magdeburg reist als Tabellenvierter und EHF-Cup-Halbfinalist der vergangenen Saison an. In der abgelaufenen Spielzeit konnte die MT das Hinspiel mit zwei Toren Vorsprung für sich entscheiden, das Rückspiel aber ging mit derselben Differenz verloren. Ein ähnlich knappes Ergebnis erwarten Fans und Experten nun auch für das Auftaktmatch zur Saison 2018/19.

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"Nachdem wir in der vergangenen Saison ja bereits eine großartige Unterstützung durch unsere Fans erleben duften, hoffen wir darauf natürlich gerade auch zum Saisoneröffnungsspiel", sagt Melsungens Vorstand Axel Geerken. "Eine begeisternde Stimmung kann eine Mannschaft bekanntlich zusätzlich pushen, unsere Jungs können es kaum noch abwarten. Vor allem unsere Neuzugänge sind sehr gespannt darauf, wie sie von den Fans angenommen werden. 48 Stunden vor dem Match waren nur noch etwa 700 der 4.300 Tickets verfügbar."

Sechs Wochen harte Vorbereitung

Nach rund sechswöchiger Vorbereitung inklusive Testspielen, Turnieren und unzähligen Trainingseinheiten fiebern die MT-Akteure dem Auftakt entgegen. "Bei aller Vorfreude, dass es nun endlich losgeht, müssen wir eher aufpassen, dass wir im Spiel nicht überdrehen", warnt Trainer Heiko Grimm. "Klar, jeder will eine gute Premiere aufs Parkett legen, besonders die Mannschaft, die vor eigenem Publikum spielen darf. Da ist es umso wichtiger, einen kühlen Kopf zu behalten." Für Grimm, der im Januar als Co-Trainer nach Melsungen kam und erst seit April Chefcoach ist, war es die erste Saisonvorbereitung als Hauptverantwortlicher.

"Physisch ist unsere Mannschaft voll auf der Höhe, taktisch hingegen ist sie derzeit erst bei etwa 90 Prozent dessen, was sie einmal umsetzen können sollte", verrät er. "Wichtig ist es zunächst, dass wir uns in der Abwehr mit der 6:0-Variante eine gute Basis erarbeitet haben. Daraus wollen wir unsere weiteren Stärken im Spiel entfalten: hohes Tempo Teamgeist, Disziplin, um nur die wichtigsten zu nennen. Gelingt uns das sehr gut, wird es für jede Mannschaft schwer, uns zu schlagen."

Alle Neuzugänge an Bord

Für das Top-Spiel gegen Magdeburg hat Grimm bis auf Linksaußen Michael Allendorf, der sich noch mit einem lädierten Fuß plagt, aller Voraussicht nach alle Mann an Bord. Auch die Neuzugänge Dimitri Ignatow (eigene Jugend, Rechtsaußen), Simon Birkefeldt (TTH Holstebro, Rückraum rechts), Yves Kunkel (SC DHfK Leipzig, Linksaußen) und Domagoj Pavlovic (RK Zagreb, Rückraum Mitte) sind am Start.