Die Spieler der MT Melsungen bejubeln den Sieg in Wetzlar

Die MT Melsungen liegt beim Hessen-Derby in Wetzlar zur Pause deutlich zurück, kann die Partie aber noch drehen. Für Trainer Heiko Grimm deswegen auch ein Sieg, der "besonders süß" ist.

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Heiko Grimm
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Natürlich kann man die Geschichte auch anders erzählen. Und zwar von der Spitzenmannschaft, die schlecht startet, sich dann fängt und am Ende dank der individuellen Klasse souverän gewinnt. Damit wären aber ein paar Aspekte des 31:26-Erfolgs der MT Melsungen bei der HSG Wetzlar ausgeblendet. Klar war für Heiko Grimm, Trainer der MT Melsungen, in jedem Fall eines: dass der fünfte MT-Sieg in der Bundesliga in Serie, der Gewinn ist des Hessen-Derbys und der Umstand, dass sein sein Team aktuell die Mannschaft der Stunde in der Bundesliga ist, "besonders süß" ist.

Und dennoch: Besonders über die erste Halbzeit wollte der MT-Coach nicht den Mantel des Schweigens legen. Mit 11:17 gingen die Nordhessen in Wetzlar in die Pause. Es lief alles andere als rund für den klaren Favoriten. "Wir haben in der ersten Halbzeit ziemlich viel vermissen lassen", bekannte Grimm. Die HSG war spielbestimmend und zeigte der MT die Grenzen auf.

"Das war Mist"

Nach der Pause sah das aber komplett anders aus. "Wir haben in der Halbzeit gesagt: 'Das war Mist, aber jetzt zeigen wir eine Reaktion'", erklärte Grimm die Wende im Spiel. "Wir haben gehofft, dass wir bis zur 40. Minute rankommen und dass Wetzlar dann ein wenig Druck bekommt. Gott sei Dank ist es genau so gekommen." Um genau zu sein, war es die 45. Minute, in der die MT ausgleichen konnte. In der Schlussviertelstunde wurde der fünfte Sieg in Serie endgültig klar gemacht.

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Michael Allendorf von der MT Melsungen im Spiel bei der HSG Wetzlar
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"Gerade weil wir das Spiel noch gedreht haben, schmeckt der Sieg besonders süß", so Grimm. Dass dabei auch das Hessen-Derby und der nächste Schritt in Richtung Spitzengruppe der Bundesliga unternommen wurde, kommt noch dazu. "Wir freuen uns mega, dass wir für unsere Fans so ein Spiel drehen konnten." Von "Mist" bis "besonders süß" - so schnell kann es im Handball eben manchmal gehen.