Die MT Melsungen hat sich für die anstehende Saison viel vorgenommen. Zwar ist Trainer Gudmundur Gudmundsson noch zurückhaltend, doch Neuzugang Timo Kastening formuliert große Ziele.

Videobeitrag

Video

zum Video Kastening: "Oben angreifen"

Kastening Interview
Ende des Videobeitrags

Ambitionen haben beide - die MT Melsungen und Timo Kastening. Der Handballer des Jahres und Nationalspieler kam aus Hannover nach Nordhessen und will mit seinem neuen Team ganz oben angreifen. "Ich glaube, dass ich mich selbst weiterentwickeln kann, der Verein aber ebenso", sagte er im Gespräch mit dem hr-sport.

Videobeitrag

Video

zum Video Kastening: "Wollen große Klubs ärgern"

Melsungen Saisonvorbereitung
Ende des Videobeitrags

"Es ist eine sehr gute Basis vorhanden und wenn man kleine Stellschrauben noch ändert, kann man in Zukunft die ganz großen Vereine angreifen." Das, so der 25-Jährige, sei das kurzfristig realistische Ziel: Die großen Klubs der Bundesliga zu ärgern.

Melsungen international?

Für drei Jahre hat der Rechtsaußen in Melsungen unterschrieben, nachdem er seit der Jugend bei Liga-Konkurrent Hannover-Burgdorf gespielt hatte. "Es hat sich richtig angefühlt", sagt er zu seinem Wechsel und sieht, wenn alles passt, sogar die Chance, mit seiner neuen Mannschaft "an den Champions-League-Plätzen zu kratzen".

Videobeitrag

Video

zum Video Gudmundsson: "Wir brauchen jeden Mann"

Gudmundsson Interview
Ende des Videobeitrags

Womit er übrigens forscher ist als sein Trainer: Gudmundur Gudmundsson will die Saisonziele erst in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Mannschaft definieren. Zumal noch offen ist, ob Melsungen doch noch im Europapokal landet - und in welcher Form dieser stattfinden kann. Die Recken vom TSV Hannover Burgdorf und auch das Team aus Rioja treten nicht an. Der Europäische Handballverband entscheidet nun, ob die MT nachrückt - tabellarisch wären die Nordhessen aus deutscher Sicht an der Reihe und haben auch deshalb über die Liga ihr Interesse ganz offiziell hinterlegt.

Geisterspiele als Horrorvorstellung

Wenn die neue Bundesliga-Saison wie geplant im Oktober losgeht, sieht Kastening allerdings ein Problem: Geisterspiele möchte er sich "kaum ausmalen", gesteht der Nationalspieler, der in der Corona-Pause fleißig auf dem Bauernhof seiner Eltern mitgearbeitet hat. "Das fühlt sich wahrscheinlich an wie ein Trainingsspiel. Wir leben von den Emotionen. Ich hoffe, dass wir es mit Fans hinbekommen." Die ehrgeizigen Ziele ihres neuen Spielers dürften den Anhängern zumindest schon mal sehr gut gefallen.