MT-Torhüter Silvio Heinevetter war nicht zufrieden nach dem Sieg.

Die Saison der MT Melsungen verläuft wechselhaft, die Nordhessen stecken im Mittelfeld der Handball-Bundesliga fest. Torhüter Silvio Heinevetter analysiert daher auch nach einem Pflichtsieg schonungslos.

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Silvio Heinevetter
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Es war ein hartes Stück Arbeit, das die MT Melsungen am Sonntag in Ludwigshafen verrichtet hat. Am Ende konnten die abstiegsbedrohten Eulen zwar mit 30:27 besiegt werden, doch Zufriedenheit kam bei den Nordhessen ob des Ergebnisses hinterher keine auf. Die MT, das ist auch den Spielern bewusst, rennt den eigenen Ansprüchen weiter hinterher.

Heinevetter mit scharfer Analyse nach Sieg

Tabellenrang acht bedeutet aktuell Mittelmaß, die Top vier liegen schon neun Punkte weg. Angesichts von drei Nachholspielen zwar auf den ersten Blick noch aufholbar, doch bislang fehlte den Nordhessen für einen solchen Zwischenspurt die Konstanz.

Mit der Verpflichtung von Silvio Heinevetter war die Richtung der MT im Sommer eigentlich vorgegeben. Der Nationaltorhüter und seine Mitspieler können daher mit dem Verlauf der Saison nicht zufrieden sein. Heinevetter legte deshalb auch nach dem Sieg in Ludwigshafen den Finger in die Wunde: "Natürlich sind wir froh, gewonnen zu haben. Wir hatten wirklich gute Phasen in diesem Spiel. Andererseits bin ich ein wenig sauer. Denn wir hatten auch Phasen, in denen gar nichts lief."

Diese Probleme sieht Heinevetter

Der Schlussmann der Melsunger kritisierte weiter: "Es war insgesamt viel Kampf und Krampf." Natürlich sei das Team nicht eingespielt und die Ausfälle von Kapitän Finn Lemke und Kai Häfner schmerzhaft gewesen.

Doch Heinevetter sprach grundsätzliche Probleme bemerkenswert offen an: "Wir brechen auf einmal aus unserem System, jeder meint, die Welt allein retten zu müssen." Der 36-Jährige stand gegen die Eulen folgerichtig oftmals im Blickpunkt und sicherte mit starken Paraden den Sieg. "Letztendlich aber haben wir gewonnen, und das allein zählt", so Heinevetter.

Wichtiges Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen

Trotz aller Probleme in dieser schwierigen Corona-Spielzeit hat die MT am Gründonnerstag (19 Uhr) gegen die viertplatzierten Rhein-Neckar Löwen die große Chance, den Rückstand nach oben zu verringern. Eine Leistung wie gegen die Eulen dürfte dabei aber nicht reichen. Das weiß auch Silvio Heinevetter.

Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! Bundesliga, 28.03.2021, 22.50 Uhr