MT Melsungen

Die MT Melsungen hat das Finale des DHB-Pokals verloren und damit den ersten Titel der Vereinsgeschichte verpasst - Gegner Lemgo Lippe war einfach zu stark.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found MT-Vorstand Geerken: "Einfach zu schlecht gespielt"

Axel Geerken MT Melsungen
Ende des Audiobeitrags

Schon mit dem Finaleinzug hat die MT Melsungen Vereinsgeschichte geschrieben, für den Titel im DHB-Pokal aber hat es für die Nordhessen nicht gereicht. Das Team musste sich am Freitag dem TBV Lemgo Lippe mit 24:28 geschlagen geben. Dabei hatte die MT den besseren Start in die Partie erwischt, dann aber drehte der vermeintliche Außenseiter auf und führte zur Pause mit 15:12. Im zweiten Durchgang leisteten sich die Melsunger Schwächen in der Defensive und in einer hitzigen Schlussphase gar teaminterne Diskussionen.

"Die Enttäuschung ist riesig. Wir sind leer", sagte MT-Vorstand Axel Geerken. "Wir werden das analysieren. Am Sonntag geht es weiter. Wir haben keine Zeit, zu trauern." Das Team sei einfach platt gewesen. "Aber - wir wollen keine Ausreden suchen. Wir haben einfach zu schlecht gespielt."

Stark begonnen, stark nachgelassen

Die 2.000 Fans in der Hamburger Arena sahen ein abwechslungsreiches Finale, in dem Melsungen als Bundesliga-Achter und Lemgo als Elfter sich nichts schenkten. Schnell übernahmen die Melsunger das Kommando. Vor allem die Spiellenker Kai Häfner und Tobias Reichmann setzten Akzente.

Zweimal zogen die Nordhessen mit drei Toren in Front. Doch Lemgo machte es wie am Vorabend gegen Kiel und holte den Rückstand unbeeindruckt auf. Wenige Minuten später lagen die Lipperländer ihrerseits mit drei Toren vorn.

MT zeigt Nerven

Lemgos Trainer Florian Kehrmann hatte seine Mannschaft nach nächtlichem Videostudium gut eingestellt. Gegen die MT dominierte seine Mannschaft nach der Pause deutlich. Dabei raubte Finn Zecher im Tor den Melsungern den letzten Nerv.

Die wendigen Lemgoer düpierten die MT häufig mit quirligen Attacken und profitierten von ihren schnellen Aktionen. Die MT Melsungen, die seit 2005 ununterbrochen in der Bundesliga spielt und sich noch nie mit einer Trophäe belohnen konnte, hat ihre vielleicht größte Chance vergeben. Die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson schien mit zunehmender Spieldauer nicht mehr an eine Wende zu glauben.