Frederik Griesbach vom TV Hüttenberg

Die Zweitliga-Handballer des TV Hüttenberg wollen helfen. Weil der Spielbetrieb wegen des Coronavirus ruht, schleppen die Sportler seit Dienstag hilfebedürftigen Menschen die Einkäufe nach Hause. Eine Aktion, die Schule macht.

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Die Stuation beim Handball-Zweitligisten TV Hüttenberg ist alles andere als einfach. Niemand weiß, ob die Saison, die zunächst bis zum 22. April unterbrochen ist, zuende gespielt wird. Finanziell könnte die Spielpause den Verein aus Mittelhessen schlimmstenfalls in den Ruin treiben, wenn es von Außen keine Hilfe gibt. Doch die Handballer wollen die Hände nicht in den Schoß legen. Sie packen an. Ende vergangener Woche wurde die Geschäftstelle des TV Hüttenberg kurzerhand zur Corona-Hilfs-Zentrale umgebaut.

"Es geht darum, Menschen aus Risikogruppen und solchen, die sich Quarantäne befinden, zu helfen", erklärte TVH-Trainer Frederick Griesbach am Montagabend im heimspiel! des hr-fernsehens. Im Klartext: Die Spieler der 1. Mannschaft und andere Sportler des Vereins kaufen für Hilfebedürftige in der Region ein und tragen Ihnen die Einkäufe nach Hause. Entsprechende Einkaufslisten hatten die Menschen dem Handball-Zweitligisten in den vergangenen Tagen per Telefon oder Email zukommen lassen.

"Das, was ihr da macht, ist wirklich toll"

"Da wir als junge Sportler nicht unbedingt zur größten Risiko-Gruppe gehören und gerade in Hüttenberg von unseren Zuschauern leben, haben wir jetzt die wirkliche Chance, ihnen etwas zurückgeben zu können", so Griesbach. Es werde im Sport oft über Zusammenhalt gesprochen, das könne man jetzt mal mit Leben füllen.

Eine Aktion, die bereits jetzt Schule macht. Die Bundesliga-Basketballer der Gießen 46ers haben sich dem Hüttenberger Hilfsprojekt direkt angeschlossen. Auch vom Volleyball-Bundesligisten United Volleys aus Frankfurt kommt Lob. "Das, was ihr da macht, ist wirklich toll", sagte Geschäftsführer Jörg Krick im heimspiel! in Richtung des TVH-Coaches.

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel!, 16.03.2020, 23.15 Uhr