Szene aus einem Spiel zwischen Löwen und Huskies
Es wird ganz sicher zur Sache gehen in den Duellen Löwen gegen Huskies. Bild © Rhode/Storch

Es ist wieder so weit: Playoff-Zeit für die drei hessischen DEL2-Clubs. Gleich zu Beginn kommt es zum Klassiker Frankfurt gegen Kassel. Bad Nauheim trifft auf einen ehemaligen Publikumsliebling.

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Am Dienstag (19.30 Uhr) beginnt die DEL2-Endrunde für die hessischen Eishockey-Clubs. Nach den 52 Spielen in der Hauptrunde finden sich die Löwen Frankfurt auf Platz drei wieder und treffen damit auf den Tabellensechsten aus Kassel. Der EC Bad Nauheim schob sich durch einen Sieg am letzten Spieltag noch auf Platz fünf und startet deshalb auswärts in Kaufbeuren.

Derby-Serie mit brisanter Historie

In Frankfurt und Kassel ist man wieder bereit für den hessischen Derby-Wahnsinn. "Langsam steigt die Anspannung. Man merkt, wie der Körper hochfährt und die Bereitschaft da ist. Jetzt wird’s Zeit, dass es einfach losgeht", erklärte Löwen-Verteidiger Tim Schüle. Auch sein Trainer Paul Gardner erwartet zum Auftakt typisches Playoff-Hockey: "Es wird sicher eine großartige Serie, die durch vollen Körpereinsatz und viel Emotionen auf beiden Seiten geprägt sein wird."

Zum dritten Mal in Folge treffen sich die beiden Vereine in den Zweitliga-Playoffs. 2016 dominierte Kassel die Best-of-Seven-Serie mit vier Siegen, 2017 revanchierte sich Frankfurt und warf Kassel ebenfalls mit vier Siegen in Folge aus den Playoffs. Beide Mannschaften konnten nach ihrem Derby-Erfolg den Meistertitel feiern – ein gutes Omen also für eines der beiden Teams?

Details sind ausschlaggebend

Die zwei zuschauerstärksten Teams der Liga lieferten sich in dieser Hauptrunde knappe Duelle. Drei der vier Spiele wurden durch ein einziges Tor entschieden – Details können also erneut den Unterschied ausmachen, wie auch Huskies-Spieler Marco Müller vor der Serie zu bedenken gibt: "Man weiß, auf wen man achten muss, man weiß, wie sie spielen. Es kommt auf Kleinigkeiten an und wenn der Kopf dann mitspielt ist das ein großer Vorteil." Auch in Frankfurt geht man laut Verteidiger Schüle von einer engen und damit langen Serie aus.

Einen Rückschlag musste Kassel aber bereits vor dem Start der Playoffs hinnehmen. Dauerbrenner und Eigengewächs Michael Christ hat sich im letzten Hauptrundenspiel eine Bänderverletzung zugezogen. Der Stürmer kann in der kompletten Serie gegen Frankfurt nicht auflaufen. Auch Frankfurt kann nicht aus dem Vollen schöpfen. Stürmer Vladislav Filin sowie die Torhüter Florian Proske und Hannibal Weitzmann fehlen weiter verletzungsbedingt.

Hessisch-Bayrisches Duell in der Kurstadt

Die drei Punkte im letzten Spiel der Hauptrunde bedeuteten für viele in Bad Nauheim Fluch und Segen zugleich. Sah zuvor noch alles nach einem Derby gegen Frankfurt aus, kommt es in der ersten Playoff-Serie nun zum Duell mit Kaufbeuren. "Ich persönlich und wohl auch viele Fans hätten vielleicht lieber gegen Frankfurt gespielt, so wie es eigentlich bisher auch aussah", bestätigte Bad Nauheims Kapitän Daniel Ketter.

Jubel bei Spielern des EC Bad Nauheim
Die Bad Nauheimer wollen die Serie gegen Kaufbeuren gewinnen. Bild © Imago

Dass nun stattdessen die Serie gegen Kaufbeuren auf dem Programm, ist für den Verteidiger nicht weiter von Bedeutung. "Hauptsache Playoffs, sag' ich!", womit er wohl vielen Nauheimern aus der Seele spricht. In der letzten Saison hatte es für die Roten Teufel nur für die Playdowns gereicht.

Die Serie gegen Kaufbeuren führt einen Altbekannten mindestens zweimal mehr in die hessische Kurstadt: Daniel Oppolzer genießt bei vielen Fans noch immer große Sympathien, vor allem weil er 2013 im Trikot der Kurstädter maßgeblichen Anteil am Aufstieg in die DEL2 hatte. Auch wenn es vorerst zu keinem Derby in Bad Nauheim kommt, sieht Kapitän Ketter eine schwierige Aufgabe vor sich und verweist auf die Hauptrundenspiele gegen die Allgäuer. "Kaufbeuren hat seine zwei Heimspiele gewonnen, wir haben unsere zwei Heimspiele gewonnen. Es wird ein schweres, hartes Stück Arbeit für uns."