Die National Football League (NFL) will in den kommenden Jahren auch Saisonspiele in Deutschland austragen. Nun suchen die US-Amerikaner einen geeigneten Ort dafür. Frankfurt bringt sich schon mal in Stellung.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Frankfurt hofft auf NFL-Spiele

Das Logo der NFL auf dem Spielfeld in Tampa Bay
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American Football goes Germany. Soviel ist seit Mittwoch klar. Da hatte die NFL nämlich angekündigt, in der Zukunft regelmäßig Saisonspiele in Deutschland stattfinden zu lassen. Gemunkelt wird, dass die NFL bereits 2022 ein erstes Mal in Deutschland Halt macht.

"Wir freuen uns sehr über die Entwicklung unserer deutschen Fanbasis", sagte Brett Gosper, NFL-Chef für Großbritannien und Europa. Die Zeit sei reif, einen Partner zu finden, der ein NFL-Spiel auf dem gewohnten Standard durchführen könne. Die deutschen Football-Fans sind verzückt, stellen sich seitdem aber natürlich die eine zentrale Frage: In welcher deutschen Stadt werden Stars wie Tom Brady oder Patrick Mahomes zu sehen sein?

Frankfurt glänzt mit Football-Tradition

München und Berlin werden in der Football-Szene zwar als Favoriten gehandelt, entschieden ist aber noch lange nichts. Die Stadt Frankfurt hat auf Nachfrage des hr-sport zumindest ihr generelles Interesse bekundet. "Ich würde mich sehr freuen, wenn wir die NFL mit ihren Football-Spielen als Gast in der Sportstadt Frankfurt begrüßen könnten", sagt Sportdezernent Markus Frank (CDU). "Wir würden damit an eine Football-Tradition anknüpfen, die vielen Frankfurterinnen und Frankfurtern in bester Erinnerung ist."

Die Frankfurt Galaxy war in den 1990er- und 2000er-Jahren eines der bekanntesten Teams der damaligen World League und späteren NFL Europe. Kommende Woche Sonntag (20. Juni) feiern die Galaktischen ihr Debüt in der neugegründeten European League of Football (EFL). Mit dem US-Sport kennt man sich in der Mainmetropole aus – und hat bewiesen, dass man das Waldstadion füllen kann.

Gibt es Platzprobleme?

Das Problem könnte sein, dass die Arena im Frankfurter Stadtwald den US-Amerikanern nicht groß genug ist. Im Londoner Wembley-Stadion fanden sich beim NFL-Gastspiel 2018 mehr als 80.000 Football-Fans ein. Eine Zahl, die in Frankfurt (48.500 Sitzplätze) derzeit die Kapazitätsgrenzen sprengen würde.

"Zunächst gilt zu klären, welche Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für eine Bewerbung zu erfüllen sind", weiß auch Sportdezernent Frank. In den kommenden Tagen tauschen sich deshalb die NFL und die Eintracht Frankfurt Stadion GmbH zu genau diesen Fragen aus. Erst dann entscheidet die Stadt, ob eine Bewerbung als zukünftiger NFL-Standort überhaupt Sinn hat. Frankfurts Football-Fans drücken die Daumen.

Der "Deutsche Bank Park" in der Außenansicht.