Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat sich am Donnerstag für ein stärkeres Engagement im Kampf gegen Doping ausgesprochen.

"Wenn man sagt, wir wollen einen sauberen Sport, dann müssen wir auch die Mittel dafür zur Verfügung stellen", sagte er bei einer Podiumsdiskussion zum Thema "Wie sauber ist unser Sport?" in Wiesbaden. Als einen Ansatz nannte Beuth eine bessere finanzielle Unterstützung der Anti-Doping-Agentur NADA oder Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften.

Obwohl es im vergangenen Jahr kaum positive Dopingproben gab, waren sich die Teilnehmer der Diskussion einig, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. "Im Fußball wird in nur zehn Prozent der Tests auf EPO getestet", kritisierte etwa ARD-Experte Hajo Seppelt. "Das ist wie wenn man einen Blitzer an einer Kreuzung ausschaltet und dann sagt: Alles super hier, es wurde niemand geblitzt."