Sebasian Vettel schaut nachdenklich

Die Liaison von Ferrari mit Sebastian Vettel sollte Titel nach Italien bringen. Nach vierjähriger Flaute gilt der Heppenheimer nicht nur bei der Scuderia als Auslaufmodell. Er selbst sieht das freilich anders.

Sebastian Vettel fühlt sich nicht als Auslaufmodell in der Formel 1. "Nein. Sicher nicht", betonte der 32 Jahre alte Heppenheimer in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Ich glaube, das Alter ist nicht so entscheidend und wichtig bei uns wie in manchen anderen Sportarten", sagte Vettel.

Generell gilt für den viermaligen Weltmeister, der seit dem Weggang von Red Bull zu Ferrari zur Saison 2015 auf den nächsten WM-Triumph wartet: "Wenn man gut genug ist, ist man auch noch jung genug. Umgekehrt gilt: Wenn man gut genug ist, ist man nicht zu jung."

Lernen, reifen, ernten?

Im Teamduell mit dem zehn Jahre jüngeren Neuzugang Charles Leclerc liegt Vettel vor dem Finale in Abu Dhabi an diesem Wochenende hinten. Leclerc gewann zwei Rennen und hat als WM-Vierter 249 Punkte. Vettel schaffte nur einen Sieg, ist Fünfter mit 230 Zählern. Sein Vertrag ist noch eine weitere Saison gültig.

Auf die Frage, was "fünf Ferrari-Jahre" im echten Menschenleben seien, antwortete Vettel: "Wenn jemand mit Leidenschaft seinen Beruf verfolgt, sind das genauso fünf Jahre wie bei mir. Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, dass mir fünf Jahre geraubt wurden." Er habe sehr viel dazugelernt, und das Team sei gereift. "Ich hoffe nur, dass es nicht noch fünf Jahre dauert, bis wir ernten können", meinte Vettel.