Karla Borger und Julia Sude freuen sich über ihren Sieg.

Die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude haben beim World-Tour-Finale in Cagliari ihren überraschenden Siegeszug mit dem Turniersieg gekrönt. Das hessische Duo freute sich über den Erfolg.

Die Heppenheimerin Karla Borger und die Gießenerin Julia Sude feierten im Finale um die Siegprämie von 150.000 Euro am Sonntag mit einem 2:0 (21:13, 23:21) gegen die kanadischen Weltmeisterinnen Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes ihren dritten Sieg gegen ein absolutes Topteam binnen einer Woche. "Wir haben versucht, nicht zu viel nachzudenken. Nur immer wieder über den nächsten Punkt", sagte Borger.

Ein Coup nach dem nächsten

Sude ergänzte: "Es war schon eine Riesen-Ehre für uns, dass wir uns für das World Tour-Finale qualifiziert haben. Und jetzt stehen wir hier im Sand und haben den Pokal in den Händen. Unglaublich." Der Triumph gegen die in der Weltrangliste auf Position fünf zwei Plätze höher notierten Nordamerikanerinnen bedeutete für die deutschen Meisterinnen von 2019 auf Sardinien den goldenen Schlusspunkt hinter gleich einer Reihe von regelrechten Coups.

Auf dem Weg ins Endspiel hatten Borger und Sude zunächst im Viertelfinale die brasilianischen Weltranglistenersten Agatha und Duda mit 2:1 (21:16, 24:26, 15:11) aus dem Wettbewerb geworfen und sich im anschließenden Duell um den Einzug ins Finale mit den russischen Weltranglistendritten Nadeschda Makrogussowa und Swetlana Cholomina ebenfalls in drei Sätzen (21:13, 20:22, 15:11) für ihre Vorrunden-Niederlage revanchiert.

Niederlagenserie gegen Pavan und Humana-Paredes beendet

In die Runde der besten Acht waren die DM-Zweiten, die ihre Saison ursprünglich nach ihrem Vorrunden-Aus bei den Olympischen Spielen im vergangenen Sommer bereits beendet hatten, lediglich als Gruppendritte eingezogen. Dabei hatten sich Borger und Sude in der Vorrunde schon durch ihren 2:1-Erfolg gegen die Olympiasiegerinnen Alix Klinema und April Ross aus den USA erstmals als Favoritenschreck erwiesen und ihre starke Form aufblitzen lassen.

Durch den Sieg im Finale nach dem insgesamt vierten Matchball beendeten die einzigen deutschen Teilnehmerinnen auch ihre Niederlagenserie gegen Pavan und Humana-Paredes. Nach ihrem Erfolg beim World-Tour-Turnier im mexikanischen Cancun mussten sich Borger und Sude in allen fünf weiteren Duellen geschlagen geben. Die bitterste Niederlage dabei mussten die Hessinnen zuletzt in Tokio quittieren.

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