Stephan Leyhe in der Quali in Oberstdorf

Die Vierschanzentournee hat für den Willinger Skispringer Stephan Leyhe glänzend begonnen. Leyhe kam in der Qualifikation für das ersten Springen am Sonntag (17.30 Uhr) in Oberstdorf auf einen starken dritten Platz.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Stephan Leyhe: "Ganz optimal war der Sprung nicht"

Stephan Leyhe in der Quali in Oberstdorf
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Fast genau ein Jahr ist es her, dass Stephan Leyhe seinen bislang größten Einzel-Erfolg im Skispringen feiern konnte. Der Willinger schaffte es mit einem starken letzten Sprung in Bischofshofen auf Platz drei der Vierschanzentournee-Gesamtwertung. "Den Tag werde ich in meinem Leben nie vergessen", sagte er seinerzeit. Nun könnte Leyhe auch bei dieser Tournee durchstarten. Der dritte Platz in der Qualifikation für das erste Springen in Oberstdorf macht Mut. K.-o.-Gegner am Sonntag ist der slowenische Springer Tilen Bartol. Das deutsche Team war ingesamt äußerst erfolgreich. Hinter Leyhe wurde Markus Eisenbichler Fünfter und Karl Geiger Sechster der Qualifikation.

133 Meter und ein kleiner Wackler

Mit 133 Metern und besten Haltungsnoten setze Leyhe auf der Schanze in Oberstdorf gleich mal ein Zeichen. Auch wenn er selbstkritisch blieb: "Ganz optimal war der Sprung nicht, einen kleinen Wackler hatte ich schon, aber insgesamt war er schon auf einem sehr guten Niveau." Die Leistungskurve zeigt nach oben.

Nachdem der 27jährige bei den ersten beiden Weltcup-Springen in Wisla und Ruka das Finale knapp verpasste, wurde es auf den folgenden Stationen besser. Immerhin zwei Top-Ten-Platzierungen sind es inzwischen. Nun macht der dritte Platz in der Qualifikation von Oberstdorf Lust auf mehr. Bei der Tournee kommt es darauf an, acht stabile Wettkampfsprünge zu zeigen. 2018/2019 stand Leyhe bei keinem der vier Einzelspringen auf dem Podest, in der Gesamtwertung dann aber schon.

Leyhe hat auch das Mannschaftsergebnis Blick

Im deutschen Team steht aktuell Karl Geiger im Fokus. Leyhe hat allerdings auch das Mannschaftsergebnis bei der Tour im Blick: "Wir sind immer ganz knapp dran gescheitert, dass es einer von uns schafft. Aber es ist jedes Jahr wieder ein Angriff. Und wer dann am Ende ganz oben steht, ist bei uns eigentlich ganz egal", sagte er im Interview mit hessenschau.de zum Saisonstart.

Stichwort Team: Vor knapp zwei Wochen nahm Leyhe gemeinsam mit Markus Eisenbichler, Richard Freitag, Karl Geiger und dem früheren Trainer Werner Schuster die Ehrung zur "Mannschaft des Jahres" entgegen - für die WM-Goldmedaille, die die DSV-Adler im Februar 2019 in Seefeld geholt hatten.

Nicht nur ein Saison-Höhepunkt

Da die Skisprung-Saison noch jung ist und diverse Höhepunkte anstehen - unter anderem Leyhes Heimspringen in Willingen und die Skiflug-WM - hat der Nordhesse sein Training nicht speziell auf die Vierschanzentournee ausgerichtet. "Unsere Saison geht vier Monate, da ist es wichtig, dass man die gesamten vier Monate fit ist und auf einem hohen Niveau springt. Man könnte schon auf einen Wettbewerb hin trainieren, aber das Selbstvertrauen holt man sich ja vorher schon."

Und vielleicht streckt Leyhe am Ende der vier Wettkämpfe wieder seine Ski freudig in den Nachthimmel von Bischofshofen. Ein Anfang ist mit Platz drei beim Qualifikationsspringen von Obestdorf gemacht.

Weitere Informationen

Die Termine der Vierschanzentournee 2019/2020

28.12., 16.30 Uhr Oberstdorf (Qualifikation)
29.12., 17.30 Uhr Oberstdorf (Wettkampf)

31.12., 14.00 Uhr Garmisch-Partenkirchen (Qualifikation)
01.01., 14.00 Uhr Garmisch-Partenkirchen (Wettkampf)

03.01., 14.00 Uhr Innsbruck (Qualifikation)
04.01., 14.00 Uhr Innsbruck (Wettkampf)

05.01., 16.30 Uhr Bischofshofen (Qualifikation)
06.01., 17.15 Uhr Bischofshofen (Wettkampf)

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