Patrick Franziska jubelt und zieht sein Trikot hoch

Patrick Franziska ist zum ersten Mal Deutschlands Tischtennisspieler des Jahres. Der Bensheimer setzte sich knapp gegen den Odenwälder Timo Boll durch. Auch bei den Frauen triumphierte eine Hessin.

Tischtennis-Deutschland ist fest in hessischer Hand. Das zeigte die Wahl zum Tischtennisspieer des Jahres 2019 überdeutlich. Bei den Herren setzte sich der Bensheimer Patrick Franziska in einem knappen Rennen mit 45,6 Prozent gegen Rekordtitelträger Timo Boll (Höchst im Odenwald) durch und gewann die Wahl damit zum ersten Mal. Auf Platz drei landete Dimitrij Ovtcharov (Orenburg/6,7).

"Als ich davon hörte, dachte ich im ersten Augenblick an Fake News und habe auf den Kalender geschaut. Nein, es ist noch nicht der 1. April. Diese Wahl der Fans vor meinem großen Vorbild Timo Boll zu gewinnen, ist eine große Ehre und Auszeichnung", sagte Franziska.

Solja macht das halbe Dutzend voll

Und auch bei den Frauen ging eine Hessin als Siegerin aus der Wahl hervor. Für Petrissa Solja aus Langstadt (Babenhausen) war es bereits die sechste Auszeichnung, aber die erste seit 2017.

"Es ist immer toll, direkt von den Zuschauern und den Fans gewählt zu werden", so die 26-Jährige, die sich mit knapp 60 Prozent der Stimmen klar gegen die Konkurrenz durchsetzte. "Schön, dass Tischtennis-Deutschland meinen Weg mitverfolgt, bei meinem Spielen mitfiebert und mich mit meinen Leistungen auch als Spielerin des Jahres würdigt."

Sendung: hr-iNFO, 17.3.2020, 21 Uhr