Andrea Petkovic beim Einladungsturnier in Berlin

Beim ersten Turnier nach der Corona-Pause war für Andrea Petkovic früh Schluss. Den Spott darüber ließ die Darmstädter Tennisspielerin aber nicht lange auf sich sitzen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Petkovic über Djokovic: "Das Virus unterschätzt"

Andrea Petkovic
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Andrea Petkovic hat nach ihrem frühen Aus beim Berliner Tennisturnier im Steffi-Graf-Stadion auf eine beleidigende Nachricht eines Instagram-Users reagiert. Die frühere Weltranglistenneunte antwortete souverän und wies den Übeltäter zurecht.

Die Darmstädterin hatte ihr Viertelfinale gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien) mit 4:6 und 1:6 verloren - anschließend schrieb der anonyme User: "Du bist so schrecklich. Ich finde, du solltest mit dem Tennis aufhören und etwas anderes tun. Du wirst immer Durchschnitt sein."

"Bro, hast du unter einem Stein gelebt?"

Petkovic reagierte via Twitter souverän: "Das habe ich vermisst! Bro, hast du unter einem Stein gelebt? 1) Ich habe drei Berufe gleichzeitig, will mich nicht selbst loben, aber ich bin großartig und 2) versuche du mal Petras Linkshänder-Aufschlag auf der linken Seite auf Gras zurückzubringen, dann melde dich bei mir. Liebe."

Petkovic wollte ihre Karriere eigentlich in diesem Jahr beenden. Doch wegen der Coronakrise macht sie weiter, will auch 2021 spielen. Nebenbei arbeitet die Darmstädterin als ZDF-Moderatorin, hat ein Buch geschrieben und einen Buchclub gegründet.

Autobiographie für Oktober angekündigt

Am 8. Oktober soll ihre Autobiographie "Zwischen Ruhm und Ehre liegt die Nacht" auf den Markt kommen. Dabei handelt es sich nicht um einen klassischen Lebensbericht, sondern um eine "Autofiktion", wie sie selbst gerne erklärt. Auf 286 Seiten wird ihr Leben in 22 Kapiteln nicht immer so dargestellt, wie es wirklich war. "Einiges ist literarisch verarbeitet", so Petkovic.

Die 32-Jährige hat schon als Kind geschrieben, veröffentlichte Texte und Kolumnen in den USA und in Deutschland. "Das Schreiben hilft mir, Struktur in meine Gedankengänge zu bringen. Ich habe immer viele Gedanken auf einmal, beim Schreiben muss ich sie ordnen", sagt sie und erklärt: "Das hilft mir auch, um mit mir selbst klarzukommen."