Lisa Mayer vom Sprintteam Wetzlar kann nicht bei den Olympischen Spielen in Tokio an den Start gehen. Eine alte Verletzung lässt ihren großen Traum kurz vor den Wettkämpfen in Japan platzen.

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Audioseite Mayer: "Die Enttäuschung ist riesengroß"

Lisa Mayer schlägt sich entsetzt auf die Stirn
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Eine Medaille bei Olympia - das ist der große Traum von Lisa Mayer. Zumindest bei den Spielen 2021 in Tokio wird er sich allerdings nicht erfüllen können, denn eine Verletzung stoppt die 25-Jährige buchstäblich in letzter Sekunde.

Alte Verletzung macht Probleme

Im Trainingslager im japanischen Miyasaki, das das deutsche Leichtathletik-Team unmittelbar vor den Olympia-Wettkämpfen aufgeschlagen hatte, passierte es: Mayer spürte muskuläre Irritationen, die ihren Start in Tokio verhindern werden.

"Das Narbengewebe um eine alte Verletzung sorgt für Probleme", erläuterte Chefbundestrainerin Annett Stein in der digitalen Pressekonferenz des Deutschen Leichtathletik-Verbands. "Lisa ist eine sehr junge Athletin und wir möchten in dieser Situation ihre Karriere nicht gefährden."

"Traum wie eine Seifenblase zerplatzt"

"Der Sport kann so hart sein. Es zerreißt mir das Herz, akzeptieren zu müssen, dass der Traum von meinen zweiten Olympischen Spielen wie eine Seifenblase zerplatzt", schrieb Mayer in einem Post auf ihrer Instagram-Seite. "Es schmerzt umso mehr, da ich weiß, wie viel Kraft und Mut mich diese Saison gekostet hat."

Bei den Olympischen Spielen in Rio war Mayer Teil der 4x100-Meter-Staffel, die den vierten Platz belegte. Auch in diesem Jahr zählt das Team zu den Anwärterinnen auf eine Medaille. Mayer wäre außerdem auch im Einzelwettbewerb gestartet.

Rückflug schon am Dienstag

"#tokyo2020 wären für mich und mein gesamtes Team der große Lohn & das I-Tüpfelchen gewesen. So muss ich mich weiter gedulden. Ich weiß aber, dass wir auf dem absolut richtigen Weg sind", so Mayer, die sich den Wettkampf nun von daheim aus angucken muss - sie fliegt bereits am Dienstag wieder zurück nach Deutschland.