Imago Strack Schneider Bob
Ann-Christin Strack (li.) und Stephanie Schneider Bild © Imago Images

Die Gießenerin Ann-Christin Strack hat bei der Bob-WM am Sonntag sensationell Silber geholt. Anna Köhler aus Reichelsheim verpasste das Treppchen, konnte sich aber über Team-Gold freuen.

Videobeitrag
Strack zur Silbermedaille

Video

zum Video Strack: "Es wird ordentlich gefeiert"

Ende des Videobeitrags

Nach dem überraschenden Erfolg ist vor dem Urlaub: "Erst einmal werden wir Feiern gehen, das haben wir uns verdient", sagte eine freudenstrahlende Ann-Christin Strack. "Dann bleiben wir noch eine Woche hier und fahren Ski, dann geht es nach Mexiko in den Urlaub."

Mit einem Lächeln aus der Saison herausgehen

Feiern, Ski fahren, Urlaub – ein Erholungsprogramm, das sich die Gießenerin mehr als verdient hat. Schließlich hat sie bei der Bob-WM am Sonntag für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Gemeinsam mit Stephanie Schneider holte sie bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Whistler überraschend die Silber-Medaille. In 3:31,14 Minuten fuhren Strack und Schneider auf Rang zwei und mussten sich nur Mariama Jamanka mit Anschieberin Anna Drazek geschlagen geben.

Ein Erfolg, der auch für Strack überraschend kam. "Wir hatten uns keine Ziele gesetzt, was Medaillen oder Platzierungen angeht. Es ging darum, das Rennen gut rumzukriegen, um mit einem Lächeln aus der Saison herausgehen zu können", so Strack. Zwar profitierten Strack und Schneider vom Sturz der Titelverteidigerin Elana Meyers Taylor, die zum vierten und entscheidenden Lauf nicht mehr antrat. Das Lächeln dürfte der Gießenerin aber dennoch gewiss sein.

Videobeitrag
Siegerehrung Bob WM

Video

zum Video Bob-WM: Medaillen für Hessen

Ende des Videobeitrags

Köhler wird Siebte

Weniger Grund zur Freude hatte Anna Köhler aus Reichelsheim. Köhler wurde mit Leonie Fiebig auf der schnellsten Bahn der Welt lediglich Siebte. Sie kamen 2,33 Sekunden hinter den neuen Weltmeisterinnen Jamanka/Drazek ins Ziel. Dementsprechend enttäuscht gab sich Köhler nach dem Rennen: „Meine Zweierleistung war schlecht. Ich habe nicht das abgerufen, was ich im Training abrufen konnte“, so Köhler.

Dennoch nimmt die WM auch für die 25-Jährige ein gutes Ende. Mit der Goldenen Teammedaille. „Das ist ein versöhnliches Ende“, so Köhler. Und an den ambitionierten Zielen der Reichelsheimerin für die Zukunft kann der siebte Platz ohnehin nichts ändern: „Mein Fernziel ist, bei Olympia 2022 eine Medaille zu machen.“

Weitere Informationen

DER ZEITPLAN DER HESSISCHEN ATHLETEN IN WHISTLER

Mo, 04.03. – 01:00 Uhr: Teamwettbewerb, Besetzung noch offen
Do, 07.03. – 21:30 Uhr: Skeleton, 1. Tag mit Hermann
Fr, 08.03. – 21:30 Uhr: Skeleton, Finaltag mit Hermann

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-iNFO, 04.03.2019, 6.00 Uhr