Timo Boll und Patrick Franziska stehen sich an der Tischtennis-Platte gegenüber.
Timo Boll und Patrick Franziska standen sich schon im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft gegenüber. Bild © Imago

Tischtennis-Ass Timo Boll hat am Samstag den Sprung ins EM-Halbinfale geschafft. Auch Patrick Franziska zog in die Runde der letzten Vier ein. Jetzt treffen der Odenwälder und der Bensheimer aufeinander.

Der deutsche Tischtennis-Star Timo Boll hat pünktlich zur entscheidenden Phase bei der Europameisterschaft im spanischen Alicante zu alter Stärke gefunden. Der Erbacher setzte am vorletzten EM-Tag durch klare Siege gegen Liam Pitchford (England/4:2) und im Eiltempo gegen Daniel Habesohn (Österreich/4:0) nach seinen mühseligen Erfolgen an den Vortagen ein Ausrufezeichen. Nach seiner achten EM-Einzelmedaille in Serie scheint der 37-Jährige auch in Form für seinen siebten Einzeltitel gekommen zu sein.

Audiobeitrag
Timo Boll bei der Angabe

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Timo Boll: "Da kriege ich keine einfachen Punkte"

Ende des Audiobeitrags

"Es lief besser als zuletzt", meinte der topgesetzte Weltranglistenvierte vor dem Halbfinalduell am Sonntag mit seinem Nationalmannschafts-Kollegen Patrick Franziska. Der Bensheimer setzte sich am Samstag zunächst gegen den Portugiesen Tiago Apolonia durch (4:1). Im Viertelfinale behielt er im deutschen Duell mit Benedikt Duda aus Gummersbach ebenfalls mit 4:1 die Oberhand.

Imponierende Medaillen-Bilanz

Neben Boll und Franziska, der zuletzt in der EM-Vorbereitung ein Trainingsmatch gegen Boll gewonnen hatte, holten am Tag nach dem gold-bronzenen "Doppelpack" im Mixed noch die drei Doppel Franziska/Jonathan Groth (Dänemark), Ruwen Filus/Ricardo Walther (Fulda/Grünwettersbach) und Kristin Lang/Nina Mittelham (Kolbermoor/Berlin) Edelmetall. Während Lang mit ihrer neuen Partnerin am Sonntag sogar noch ihren Titelgewinn von 2016 wiederholen kann, verpassten Franziska/Groth eine erfolgreiche Titelverteidigung. 

Audiobeitrag
Patrick Franziska

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Patrick Franziska: "Schon ein paar heiße Matches"

Ende des Audiobeitrags

Trotz einiger Dämpfer ist die DTTB-Bilanz über das erste Mixed-Gold seit 1978 (mit dem Fuldaer Ruwen Filus) hinaus schon vor dem Schlusstag imponierend. Die sieben Medaillen bedeuten gegenüber 2016 ein Plus von drei Podestplätzen. Zugleich ist die Ausbeute in Alicante das zweitbeste EM-Ergebnis des DTTB in den Individualwettbewerben in der 60-jährigen Geschichte der Titelkämpfe. Erfolgreicher waren die DTTB-Aktiven bei einer EM nur 1962 mit zehn Medaillen bei den allerdings vom damaligen Ostblock boykottierten Titelkämpfen in Berlin.