Eishockey-Zweitligist EC Bad Nauheim hat einen echten Transfercoup gelandet. Die Hessen haben den britischen Nationalspieler Mark Richardson verpflichtet. Aber warum wechselt der in die DEL2?

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Mark Richardson kniet auf dem Eis und lächelt.
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Die Vita von Mark Richardson liest sich beeindruckend: Mehr als 700 Spiele hat er in der britischen Elite Ice Hockey League (EIHL) absolviert. Sieben Jahre lang war er Asisstenzkapitän der britischen Nationalmannschaft. Er zählt zu den besten Verteidigern seines Landes. Und jetzt wechselt er zum EC Bad Nauheim in die Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2).

Nun ist Großbritannien zwar nicht gerade als Eishockey-Nation bekannt, dass sich ein Spieler wie Richardson einem DEL2-Club anschließt, der nicht um den Titel mitspielt, ist aber trotzdem eher ungewöhnlich. Die Erklärung: In Großbritannien wird die Saison wegen der Corona-Pandemie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden. Die Profis müssen sich also anderweitig Möglichkeiten suchen, um ihrem Sport nachzugehen.

Stabiler Teamplayer

Für Richardson führt der Weg von den Cardiff Devils in Wales nun also zu den Roten Teufeln nach Bad Nauheim. "Ich habe nur Gutes über die Organisation, die Stadt und die leidenschaftlichen Fans gehört", sagt der 33-Jährige. "Mein Ziel ist immer der Sieg, und ich hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann, ihr Potenzial auszuschöpfen, sodass wir in der kommenden Saison Erfolg haben."

EC-Trainer Hannu Järvenpää ist von der Arbeitsmoral des Briten angetan. Die Mannschaft stehe für ihn immer an erster Stelle. "Seine Leistungen sind über Jahre sehr konstant, daher wird er uns auch über die gesamte Dauer der Saison Stabilität geben", ergänzt Team-Manager Matthias Baldys.