Tennis Corona Sujet

Im Tennis steht die Sommer-Saison an, die hessischen Spieler stecken in den Startlöchern. Nur: Was ist überhaupt erlaubt? Nicht alle Corona-Fragen sind geklärt, an vielen Stellen gibt es noch Fragezeichen. Ein Überblick.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found HTV-Vizepräsident Otto: "Glauben fest an die Medenrunde"

Sandplatz Tennisball
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Im hessischen Tennis liegt die Sandplatz-Saison in den Startlöchern. Während in zahlreichen anderen Bundesländern im Winter der Schläger in der Tasche bleiben musste, durfte in Hessen weitergespielt werden. Nun steht die Planung der Sommer-Runde an. Und genau da stellen sich einige Fragen aufgrund der Corona-Pandemie. Manches ist erlaubt, manches muss vom Gesundheitsamt gestattet werden und manches ist weiterhin verboten. Für den Hessischen Tennis-Verband (HTV) eine kleine Zwickmühle.

"Die Leute wollen unbedingt spielen", berichtet Michael Otto, Vize-Präsident des HTV im Gespräch mit dem hr-sport. Daher soll so viel möglich gemacht werden, wie es geht. Normales Training ist ab dem Samstag nur noch für einzelne Personen möglich. Stichwort: Bundes-Notbremse. Bei den Wettkampf-Spielen wird es noch schwieriger und komplexer.

Doppel (noch) nicht erlaubt

Die Amateur-Saison, Medenrunde genannt, wurde bereits von Anfang Mai auf Anfang Juni aufgrund der Corona-Verordnungen verschoben. Ein Grund dafür: Stand jetzt ist ein Doppel, wichtiger Bestandteil des Spieltages, laut der geltenden Regelung nicht erlaubt. "Wir hoffen, dass wir die Medenrunde ab Juni durchziehen können", betont Otto. Gewissheit gibt es dafür aber nicht.

Anders sieht es bei den beliebten Einzel-Turnieren aus. Diese dürfen seit dem 19. April in Hessen durchgeführt werden - aber unter Voraussetzungen. Zum einen benötigen die Veranstalter ein Hygienekonzept, zum anderen muss das örtliche Gesundheitsamt das Turnier erlauben. Bedeutet: Ob die Turniere stattfinden können, wird von Fall zu Fall und von Kreis zu Kreis entschieden. Die Bundes-Notbremse könnte sogar das Aus der Einzel-Turniere bedeuten.

"Beim Tennis steckt man sich nicht an"

In anderen Bundesländern fanden solche Turniere bereits statt, der Andrang war immens. In Hessen dürfte das, sollten die Turniere doch stattfinden, ähnlich werden. Die Veranstalter stellen sich auf eine hohe Teilnehmerzahl ein. Für HTV-Vize-Präsident Otto kein Problem: "Bei einem Tennismatch wird man sich nicht anstecken." In der Corona-Zwickmühle steckt sein Verband dennoch.