Imago Degenkolb

Dem U19-Rennen Paris – Roubaix fehlt es an Geld. Radprofi John Degenkolb rief deshalb eine Spendenaktion ins Leben, die innerhalb kürzester Zeit durch die Decke ging.

Der Oberurseler Radprofi John Degenkolb hilft den Organisatoren des Juniorenrennens Paris – Roubaix aus der Patsche: 10.000 Euro haben gefehlt, der Rad-Profi bekam sie innerhalb kürzester Zeit per Facebook-Aufruf zusammen.

"Absage wäre ein Riesen-Verlust"

Die Macher des Rennens hatten vor einigen Tagen gemeldet, dass die Austragung des Rennens gefährdet sei. Das bekam Degenkolb, der das "große" Rennen 2015 selbst gewonnen hatte, mit - und reagierte prompt: "Mir war sofort klar, dass ich alles daran setzen will, diesen Worst Case zu verhindern. Nicht nur, weil ich selbst zu Paris – Roubaix eine ganz besondere Beziehung habe und es mich schon als Kind mit dem Mythos und der Faszination Radrennsport angesteckt hat, sondern weil die Absage für die Nachwuchsförderung ein Riesen-Verlust wäre", schrieb Degenkolb am Samstagabend und verlinkte auf eine von ihm erstellte Spendenkampagne.

Er sei auch selbst mit einer Spende dabei, verkündete der 30-Jährige, allerdings ohne eine konkrete Summe zu nennen.

Auch ehrenamtliche Helfer profitieren

Die angepeilten 10.000 Euro waren schon am Sonntagvormittag erreicht, über 250 Menschen beteiligten sich an der Aktion. Allen Spendern über 25 Euro versprach Degenkolb zusätzlich ein T-Shirt. Und auch mit dem überschüssigen Geld will er den Machern des Rennens Gutes tun: "Sollte noch etwas übrig bleiben – auch der 'Überschuss' bleibt in Roubaix. Und fließt an die Amis de Paris Roubaix, einen Verein, der sich ehrenamtlich um den Erhalt der Rennstrecke kümmert."

Das Junionrenrennen Paris – Roubaix wird seit 2003 jährlich ausgetragen. Im vergangenen Jahr gewann der Brite Lewis Askey. Dank Degenkolb und den fleißigen Spendern wird sich in diesem Jahr wieder ein hoffnungsvoller Nachwuchsmann in die Siegerliste eintragen können.