Max Faber

Die Löwen Frankfurt spielen um den Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga, doch in den Play-offs läuft es sportlich überhaupt nicht rund. Bereits im nächsten Spiel droht das Aus.

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zum hr-fernsehen.de Video So hart geht es beim Eishockey zur Sache

maintower vom 16.04.2021
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Franz-David Fritzmeier suchte bereits den Strohhalm, an den man sich auch im Sport in prekären Situationen sprichwörtlich klammert. "Beide Spiele waren sehr eng, sie hätten in beide Richtungen gehen können. Deswegen bin ich guter Hoffnung, dass wir das Spiel am Dienstag ziehen können", sagte der Trainer und Sportdirektor der Löwen Frankfurt am Sonntagabend.

Kurz zuvor hatte sein Team auch das zweite Match in der Play-off-Viertelfinalserie der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) gegen die Bietigheim Steelers verloren. Nach dem 3:4 zum Auftakt setzte es diesmal eine deutliche 0:4-Heimniederlage. Sollte den Löwen auch im dritten Spiel der Best-of-five-Serie am Dienstag (19.30 Uhr) kein Sieg gelingen, wäre ihr Ausscheiden besiegelt, ihre Saison beendet – und der Traum von der Rückkehr in die DEL schon in der ersten Play-off-Runde geplatzt.

Löwen Frankfurt: Siegen oder fliegen

"Wir müssen jetzt in Bietigheim liefern", fasste Fritzmeier die Rücken-zur-Wand-Situation der Frankfurter zusammen. Die Ausgangslage für die anstehende Auswärtspartie ist eindeutig: Siegen oder fliegen. "Do or die", wie der Coach sagte. Im Vergleich zu den Auftritten am Wochenende benötigt es allerdings einer Leistungssteigerung. Und zwar dringend.

Vor allem im Heimspiel gegen die Steelers entwickelte der ESC lange Zeit gar keinen Druck. Erst im dritten Drittel verzeichneten die Löwen einige gute Chancen. Allerdings: "Wir haben halt dann die Tore nicht gemacht", konstatierte Fritzmeier. "Und wenn du kein Tor schießt, ist es auch schwer zu gewinnen."

"Es ist wirklich wie verhext hier"

Heißt im Umkehrschluss: Gegen die treffsichereren Bietigheimer um Top-Torjäger Riley Sheen (schon vier Play-off-Treffer), müssen die Frankfurter früh ins Rollen kommen, um beim Aufstiegs-Mitkandidaten noch eine realistische Chance zu haben. Wie bereits in der Hauptrunde ist der Löwen-Kader aber auch in den Play-offs von zahlreichen Verletzungen gebeutelt. Allein am Sonntag waren es insgesamt sieben Ausfälle.

"Es ist wirklich wie verhext hier", sagte Fritzmeier – und klammerte sich zum Abschluss noch einmal an den sprichwörtlichen Strohhalm: "Hoffentlich sehen wir wir uns am Donnerstag wieder hier in Frankfurt." Spiel Nummer vier gibt es aber nur dann, wenn die Hessen den ersten Bietigheimer Matchpuck abwehren. Ansonsten ist der Traum der Löwen Frankfurt von der Rückkehr in die DEL ausgeträumt.

Hautnah dabei: Eishockey-Doku in der Mediathek

Der Aufstiegskampf in der DEL2 steht im Zentrum einer Doku-Serie, die der HR parallel zum Ligabetrieb produziert. Die ersten beiden Folgen gibt es hier bereits in der Mediathek zu sehen.

Sendung: hr-iNFO, Nachrichten, 26.04.21, 7 Uhr