Szene aus einem Spiel zwischen Löwen und Huskies
Das Eishockey-Derby zwischen Frankfurt und Kassel steht seit Jahrzehnten für eine gesunde Rivalität – auf und neben dem Eis. Bild © Rhode/Storch

Playoffs, Baby – und was für welche! Gleich im Viertelfinale kommt es in der DEL2 zum ewigen Derby-Kracher zwischen Löwen Frankfurt und Kassel Huskies. Woran auch der EC Bad Nauheim seinen Anteil hat.

Wer am Sonntag die Zwischenstände und Blitztabelle in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL2) verfolgt hat, der hatte einen höchst abwechslungsreichen Abend. Der 52. und letzte Hauptrundenspieltag war an Spannung kaum zu überbieten und offenbarte nach nahezu jedem Drittel eine neue Ausgangslage für die anstehenden Playoffs. Das Endergebnis, darauf kommt es ja schließlich an, hätte aus hessischer Sicht kaum besser sein können.

Schließlich gibt es im Viertelfinale die fast schon traditionelle Paarung zwischen den Löwen Frankfurt und den Kassel Huskies. Bereits zum dritten Mal in Folge stehen sich die beiden Dauerkonkurrenten aus Nordhessen und dem Rhein-Main-Gebiet in der Meisterschaftsrunde gegenüber. Im Jahr 2016 ging die Viertelfinal-Serie glatt mit 4:0 an den späteren Meister Kassel, 2017 die Halbfinal-Serie mit demselben Resultat an den späteren Meister Frankfurt. Die positiven Erinnerungen daran hebt man nun vor allem bei den Schlittenhunden hervor.

Erinnerungen an 2016 und 2017

"Auch vor zwei Jahren haben wir das letzte Hauptrundenspiel verloren", rief ECK-Trainer Rico Rossi ins Gedächtnis, nachdem sein Team am Sonntag nach einer 2:4-Heimniederlage gegen Bietigheim auf den sechsten Tabellenplatz abgerutscht war und das Heimrecht fürs Viertelfinale eingebüßt hatte. "Damals haben wir den dritten Platz verloren – und trotzdem die Meisterschaft gewonnen." Zwar wäre es sicherlich besser gewesen, mit Heimrecht ins Viertelfinale zu gehen. "Aber die Playoffs sind eine ganz andere Geschichte", sagte Rossi. "Jetzt kommt eine Seven-Games-Serie."

Los geht's am 13. März (Dienstag) mit einem Heimspiel für die Löwen. Welches Team zuerst vier Spiele für sich entscheidet, zieht ins Halbfinale ein. Sollte es am 27. März zu einem entscheidenden siebten Match kommen, würde es ebenfalls in der Frankfurter Eissporthalle am Ratsweg ausgetragen werden. Nach dem 8:4-Heimsieg gegen Bad Tölz zum Hauptrundenabschluss hat Löwen-Coach Paul Gardner seiner Mannschaft ein paar Tage frei gegeben. Das Motto: "Den Kopf frei bekommen und noch einmal abschalten, bevor es hoch hergeht." Am Donnerstag starten die Frankfurter dann in die Vorbereitung auf den Derby-Klassiker.

Bad Nauheim in der Tabelle vor Kassel

Dass es dazu im Viertelfinale überhaupt kommt, ist auch ein Verdienst des dritten hessischen DEL2-Clubs: der EC Bad Nauheim. Die Roten Teufel haben selbst als Tabellenfünfter sensationell das Viertelfinale erreicht. Mit dem 5:3 gegen Ravensburg haben sich die Wetterauer nicht nur direkt für die Playoffs qualifiziert, sondern zu allem nordhessischen Übel auch noch die Huskies hinter sich gelassen.

"Die Jungs verdienen ein Riesenlob und dürfen sich feiern lassen", sagte EC-Trainer Petri Kujala anschließend. "Wir hatten im Herbst eine turbulente Phase, in der eine Mannschaft auseinanderfallen oder zusammenwachsen kann. Heute sieht man das Ergebnis." Die DEL2-Playoffs 2018 – aus hessischer Sicht dürften sie höchst abwechslungsreich werden.

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Playoff-Termine

Die Pre-Playoffs starten bereits am Mittwoch. Dort spielen Dresden und Heilbronn bzw. Ravensburg und Crimmitschau in maximal drei Partien die letzten zwei Playoff-Teilnehmer aus. Die Viertelfinal-Termine lauten: 13., 16., 18. und 20. März. Sollten mehr als vier Begegnungen nötig sein, wird außerdem am 23. und gegebenenfalls auch am 25. und 27. März gespielt. Die Halbfinal-Serien starten am 29. März, die Final-Serie am 13. April. Die Serien werden im Modus Best-of-seven ausgetragen.

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Sendung: hr-iNFO, Nachrichten, 5.3.2018, 7 Uhr