Ski-Springer Stephan Leyhe enttäuschte in Bischofshofen.

Stephan Leyhe hat am letzten Tag der Vierschanzentournee in Bischofshofen enttäuscht. Der Hesse schied vorzeitig aus. Die DSV-Adler erlebten ein Debakel.

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DSV-Adler enttäuschen bei der Vierschanzentournee

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Als Halvor Egner Granerud mit einem Jubelschrei den Gold-Adler in den Nachthimmel reckte, war das historische deutsche Tournee-Debakel in Stein gemeißelt. Auch beim Finale in Bischofshofen am Freitag sprang für die gebeutelten DSV-Adler nicht mehr als Rang zwölf durch Youngster Philipp Raimund heraus, es war der ernüchternde Schlusspunkt einer Horror-Woche.

DSV-Adler enttäuschen komplett

Erstmals seit 35 Jahren landete in Bischofshofen kein Deutscher in den Top Ten. "Jetzt ist langsam der Ofen aus, es waren turbulente Tage mit vielen unschönen Sachen. Da muss ich jetzt erstmal Luft ranlassen", sagt der als Hoffnungsträger gestartete Karl Geiger.

Der Oberstdorfer, der beim Tournee-Finale der letzten drei Jahre immer auf dem Podest gestanden hatte, enttäuschte nach seiner Nullnummer in Innsbruck als 23. erneut. Bester Deutscher der Gesamtwertung war am Ende Andreas Wellinger (Ruhpolding) als Elfter - eine schlechtere Tournee war das DSV-Team zuletzt 1994/95 gesprungen, als Jens Weißflog als bester Deutscher nur Zwölfter geworden war. Wellinger kam am Freitag geschwächt von einem Magen-Darm-Infekt nicht über Rang 20 hinaus.

Der Willinger Leyhe scheidet in Bischofshofen vorzeitig aus

"Es war eine schwierige Tournee für alle Beteiligten. Unsere Spitzenspringer haben viel zu wenig Selbstvertrauen", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF. Zumindest Constantin Schmid (Oberaudorf) durfte zum Abschluss mit Rang 16 zufrieden sein. Der sechsmalige Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf/31.) verpasste sogar im vierten Tournee-Springen zum dritten Mal den zweiten Durchgang. Auch der Willinger Stephan Leyhe enttäuschte und schied - wie auch Pius Paschke (Kiefersfelden) - vorzeitig aus.

Für die DSV-Adler endete somit eine Tournee zum Vergessen. Erstmals seit 2016/17 gab es keinen einzigen Podestplatz. "Das ist schon mit das Bitterste, was wir hier erleben, seitdem ich Trainer bin", hatte Horngacher schon vor dem letzten Wettbewerb gesagt.