Pamela Dutkiewicz gewann bei der Leichtathletik-DM in Nürnberg das Finale über 100 Meter Hürden.
Pamela Dutkiewicz gewann bei der Leichtathletik-DM in Nürnberg das Finale über 100 Meter Hürden. Bild © Imago

So schnell war noch keine Frau bei Deutschen Meisterschaften: Pamela Dutkiewicz ist in Nürnberg problemlos zum Sieg über die 100 Meter Hürden gesprintet. Der Wetzlarer Kevin Kranz entthronte 100-Meter-Seriensieger Julian Reus.

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Pamela Dutkiewicz ist praktisch konkurrenzlos zu ihrem zweiten Deutschen Meistertitel in Folge über 100 Meter Hürden gesprintet. Die gebürtige Baunatalerin siegte am Samstagabend in beeindruckenden 12,69 Sekunden. Damit verbesserte Dutkiewicz den bisherigen Meisterschaftsrekord, der bei 12,71 Sekunden lag.

"Es waren schwierige Bedingungen", sagte die Siegerin mit Blick auf den regnerischen Tag in Nürnberg im Ersten. "Das Knie rutscht weg am Start, aber ich habe das super gelöst und bin wirklich stolz auf mich." Ihr Erfolgsrezept? "Ich habe den Kopf ausgeschaltet und gedacht, lass den Körper mal machen!"

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Zweite im Finale wurde Ricarda Lobe (Mannheim) in 13,06 Sekunden, Dritte die Chemnitzerin Franziska Hofmann (13,10). Die Bad Wildunger Siebenkämpferin Carolin Schäfer wurde in 13,42 Sekunden Sechste.

Kranz entthront Favorit Reus

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Bei den Männern gewann Kevin Kranz vom Sprintteam Wetzlar überraschend das Finale über 100 Meter. Damit entthronte der 1998 geborene Sprinter Seriensieger Julian Reus - der gebürtige Hanauer hatte in den vergangenen fünf Jahren jeweils den Titel geholt und musste sich diesmal mit Platz zwei begnügen. Kranz überquerte nach 10,28 Sekunden die Ziellinie, Reus benötigte 10,32 Sekunden. Lucas Jakubczyk (Berlin/10,37 Sekunden) komplettierte das Podium, der Wetzlarer Michael Pohl wurde haarscharf dahinter Vierter.

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Sieger Kranz konnte sein Glück selbst kaum fassen. "Das habe ich nicht erwartet - ich bin mit dem Plan hierher gekommen, Dritter zu werden", sagte er im Ersten. Der geschlagene Reus gratulierte fair und will den Spieß nun bei der Heim-EM in Berlin umdrehen: "Da greife ich neu an."

Klaas nach Sieg unzufrieden

Kathrin Klaas darf sich zum zweiten Mal nach 2014 Deutsche Hammerwurf-Meisterin nennen. Die Athletin der LG Eintracht Frankfurt setzte sich am Samstag bei den Wettkämpfen in Nürnberg gegen die Konkurrenz durch. Nach zwei ungültigen Versuchen schleuderte Klaas den Hammer auf 66,08 Meter.

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Euphorisch trat die Siegerin allerdings nicht auf. Im Gegenteil: "Die Weite ist natürlich unterirdisch", sagte Klaas. "Die fühlt sich an, als wenn ich nach drei Umdrehungen rückwärts werfe." Zugesetzt hatte ihr der Regen in Nürnberg ebenso wie eine Rückenverletzung. "Wenn es nass ist und der Ring rutschig, wird es mit den Beschwerden natürlich nicht einfacher."

Einen Achtungserfolg feierte Christina Kiffe im Speerwurf-Finale am Nachmittag. Die Siebenkämpferin aus Darmstadt belegte dank ihrer persönlichen Bestweite von 54,45 Metern den dritten Platz. Hier ging der Meistertitel an Christin Hussong (LAZ Zweibrücken/63,54 Meter).

Gambetta holt Bronze im Kugelstoßen

Bereits am Freitagabend hatte die gebürtige Lauterbacherin Sara Gambetta den dritten Platz im Kugelstoßen geholt und sich damit das EM-Ticket gesichert. Die 25-Jährige wuchtete die Kugel auf dem Nürnberger Hauptmarkt in ihrem besten Versuch auf 17,79 Meter. Der Titel ging zum sechsten Mal seit 2011 an Europameisterin Christina Schwanitz (LV 90 Erzgebirge/20,06 Meter), Zweite wurde Alina Kenzel aus Waiblingen (18,21 Meter).