EC Bad Nauheim

Der EC Bad Nauheim will in der kommenden DEL2-Saison die starke letzte Spielzeit bestätigen. Doch die Wetterauer müssen ihren besten Torjäger ersetzen, auch die Vorbereitung lief alles andere als rund.

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Die Saison in der DEL2 beginnt

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Es war eine denkwürdige Saison für den EC Bad Nauheim - mit dem besten Ergebnis seit fast zwei Jahrzehnten. Wenn am Freitag (19.30 Uhr) die neue Saison mit dem Heimspiel gegen DEL-Absteiger Krefeld Pinguine beginnt, startet also auch eine Spielzeit, in der die Messlatte höher liegt als zuletzt.

So lief die vergangene Saison

Zum ganz großen Wurf hat es dann nicht gereicht, dennoch war die vergangene Spielzeit für die Roten Teufel überragend. Erstmals seit 18 Jahren zogen sie ins Playoff-Halbfinale ein, auf dem Weg dahin schalteten sie die Kassel Huskies aus, zuvor waren sie in der Regular Season Fünfter geworden.

Entsprechend zufrieden ist man auch im Verein mit der Spielzeit 2021/22. "Die vergangene Saison war für unsere Verhältnisse sehr zufriedenstellend, obwohl man als Sportler immer mehr erreichen will", sagt Headcoach Harry Lange dem hr-sport. "Ich denke, wir haben in der vergangenen Saison schon sehr nah an unserer Leistungsgrenze gespielt, und herausgekommen ist das beste Ergebnis seit vielen Jahren."

Wer kommt, wer geht?

Keeper Philipp Maurer ging nach Kassel, ebenso Tristan Keck, der ligaweit drittbeste Torschütze der vergangenen DEL2-Saison. Maurer wird durch Talent Rihards Babulis ersetzt, für neue Offensivpower soll der US-Amerikaner Tim Coffman sorgen, der aus der Schweiz kam. Neu sind auch Michael Bartuli, Marius Erk und David Cerny. Ein Fragezeichen steht noch hinter Andreas Pauli, bei dem noch nicht sicher ist, ob sich seine berufliche Ausbildung mit dem Profisport vereinbaren lässt.

"Es ist für einen Club wie den EC nicht leicht, alle Spieler zu halten, da natürlich nach einer erfolgreichen Saison die Preise für die Spieler steigen. Deswegen mussten wir uns zwischen ein paar Jungs entscheiden. Der eine oder andere hat sich auch gegen uns entschieden", so Lange, der noch auf die eine oder andere Verstärkung hofft. "In Summe ist der Kader kleiner als letztes Jahr. Ich hoffe, wir bekommen noch ein paar Jungs dazu."

Der Trainer

Knapp anderthalb Jahre ist es her, dass Lange vom Assistenz- zum Cheftrainer befördert wurde. Eine gute Entscheidung, wie die starke Vorsaison beweist. Für den erst 38 Jahre alten Coach wird es nun darum gehen, die Leistungen zu bestätigen. In Bad Nauheim hat er, einst selbst sechs Jahre bei den Roten Teufeln aktiv, das nötige familiäre und unaufgeregte Umfeld dafür.

Die Erwartungen an die kommende Saison

In Bad Nauheim hätte sicherlich niemand etwas dagegen, wenn der EC die Leistung aus der Vorsaison wiederholt und erneut ins Playoff-Halbfinale einzieht. Als Saisonziel ausrufen würde das bei den Hessen aber freilich niemand. "Wir müssen als Bad Nauheim alle an einem Strang ziehen. Nur dann kann es wieder eine gute Saison werden. Das Ziel ist - wie jedes Jahr - in die Playoffs zu kommen. Wie der Weg bis dahin aussieht, werden wir sehen", sagt Lange.

Erschwerend kommt in dieser Saison hinzu, dass die Vorbereitung wegen Reparaturen an der Halle alles andere als optimal verlief. "Wir mussten die ersten vier Wochen auswärts verbringen, was natürlich enormen Aufwand für alle bedeutete. Die Trainings-Quantität litt darunter extrem", so Lange.