Gesa Krause jubelt.
Gesa Felicitas Krause Bild © Imago

Gesa Felicitas Krause? Europameisterin! Der Jahresrückblick der Leichtathletin aus Mittelhessen fällt dementsprechend positiv aus – hat für sie aber auch etwas Befreiendes.

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Gesa Krause

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Winterzeit, Adventszeit, Jahresrückblickzeit: Im Falle von Leichtathletin Gesa Felicitas Krause fällt das Fazit für das zu Ende gehende Jahr 2018 ausgesprochen positiv aus. "Für diesen Moment hat sich alles gelohnt", sagte der hessische Lauf-Star aus Ehringshausen (Lahn-Dill) am Montagabend im hr-heimspiel! – und meinte damit ihren Zieleinlauf im Berliner Olympiastadion am 12. August, der ihr den zweiten Europameisterschafts-Titel über 3.000 Meter Hindernis ihrer Karriere bescherte.

In 9:19,80 Minuten lief Krause persönliche Saisonbestleistung. "Ich bin normalerweise nicht der Mensch, der nach außen extrem viele Emotionen zeigt. Das hat sich in diesem Moment geändert", erinnerte sich die 26-Jährige an einen unvergesslichen Abend in der Hauptstadt, von dem ihr auch ihr kraftvoller Schlussspurt zur Goldmedaille im Gedächtnis bleiben wird.

Ein Triumph, zwei Vorgeschichten

"Eigentlich bin ich ja keine Sprinterin, aber auf den letzten 120 Metern war ich wirklich schnell. Das Stadion hat mich getragen." Dass Krause derart emotional auf ihren Triumph bei der Leichtathletik-EM im eigenen Land zurückblickt, hat gleich zwei Vorgeschichten. Eine aus dem Jahr 2018, eine aus dem Jahr 2017.

"Ich hatte den Mund recht voll genommen und gesagt, ich möchte mir den Traum vom zweiten EM-Gold erfüllen", berichtete die Mittelhessin von ihrem kühnen Vorhaben, den Titel von den Wettkämpfen 2016 in Amsterdam verteidigen zu wollen. Kühn deshalb, weil sie bis zum Startschuss im Olympiastadion eine nicht ganz sorgenfreie Saison erlebt hatte.

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"Die Vorkämpfe waren nicht toll, ich war nicht die Favoritin", sagte Krause über ihre persönlichen Voraussetzungen, die sie dennoch in ein starkes Selbstvertrauen ummünzen konnte. "Als ich bin Berlin ankam, habe ich gesagt: Ich freue mich auf das Event. Und dann habe ich etwas erlebt, was mich sprachlos gemacht hat."

Wesentlich spektakulärer – weil einschneidender – war allerdings die Vorgeschichte aus dem Jahr 2017. Bei den Weltmeisterschaften in London hatte sie durch einen unverschuldeten Sturz alle Siegchancen eingebüßt, sich aber trotz eines Blutergusses am Knie wieder aufgerappelt und war am Ende noch Neunte geworden. Eine Erfahrung, die sie spätestens nach dem Rückblick auf das Jahr 2018 und ihr zweites EM-Gold endgültig abhaken kann: "Der Sturz ist definitv in den Hintergrund gerückt."

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