Sebastian Vettel in seinem Aston Martin.

Sebastian Vettel hatte vor dem Großen Preis der Niederlande am Freitagnachmittag ein kurioses Erlebnis beim freien Training.

Erst brannte Sebastian Vettels Motor, am Nachmittag rollte Lewis Hamilton mit knatterndem Boliden aus - und Max Verstappen bekam zum Auftakt seines Heimspiels einfach keine schnelle Runde zusammen. Das freie Training zum Großen Preis der Niederlande wurde am Freitag von zahlreichen Unterbrechungen geprägt, am Ende stand das Ferrari-Duo Charles Leclerc und Carlos Sainz ganz oben in der noch nicht sonderlich aussagekräftigen Zeitentabelle.

Motorschaden bei Vettels Aston Martin

Verstappen wurde beim Versuch eine repräsentative Zeit aufzustellen mehrfach ausgebremst, mal durch viel Verkehr, mal durch eine rote Flagge. Am Ende landete der Red-Bull-Pilot auf Rang fünf, mit gut dreieinhalb Zehntelsekunden Rückstand auf Leclerc (1:10,902 Minuten). Vettel ordnete sich genau wie Hamilton im Mittelfeld ein, wobei er nach einer ordentlichen zweiten Session am Wochenende wohl die Top 10 anpeilen darf.

Für den Heppenheimer war allerdings der Auftakt am Mittag ein Reinfall. 18 Minuten waren absolviert, als Vettel einen Motorschaden meldete. Rauch stieg aus dem grünen Boliden auf, der 34-Jährige ließ seinen Aston Martin ausrollen und besorgte sich einen Feuerlöscher bei den Streckenposten.

Falscher Feuerlöscher bremst Vettel aus

"Ich habe versucht, den Brand zu löschen", sagte Vettel, "leider war es dafür der falsche Feuerlöscher." Der Schaum drang nicht an die entscheidenden Stellen vor. Vettels Team konnte für den zweiten Durchgang allerdings bereits verwendete Motorenkomponenten einbauen, musste keine neuen verwenden und vermied so vorerst eine Strafe für den Deutschen - kurios.

Vor dem 13. Saisonrennen am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) führt Hamilton mit lediglich drei WM-Punkten Vorsprung. Die Formel 1 kehrt nach 36 Jahren in die Niederlande zurück, der Kurs an der Nordseeküste wurde aufwendig renoviert und umgebaut, um der modernen Formel 1 gerecht zu werden.

Viele Unterbrechungen auf neuer Strecke

Entsprechend wichtig war es für Fahrer und Teams, in den Trainings möglichst viele Daten zu sammeln. Durch die vielen Unterbrechungen blieb die Strecke während der 120 Minuten am Freitag aber für gut 45 Minuten leer.