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Der Skisprung-Weltcup in Willingen wird in diesem Jahr erstmals ohne Fans stattfinden. Statt Party stehen Corona-Tests auf dem Programm. Doch trotz des strengen Hygiene-Konzepts ist nicht alles anders an der Mühlenkopfschanze.

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zum Video Skisprung-Weltcup ohne Fans

hsk
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Skispringen in Willingen (Upland) ohne Fans? Für Stephan Leyhe unvorstellbar - zumindest bis zum vergangenen Jahr. Schließlich hat der Lokalmatador im Februar 2020 hier noch seinen ersten und einzigen Weltcup-Sieg gefeiert, zu Hause und natürlich - wie sich das für Willingen gehört - vor einem jubelnden, bisweilen wild feiernden Publikum. Die Stimmung nach Leyhes Sieg, nach seinem Heimtriumph war auf dem Höhepunkt.

Ein Jahr später ist die Welt auch im Wintersport eine andere und 25.000 Menschen an der Mühlenkopfschanze sjnd wegen der Corona-Pandemie undenkbar. Deshalb findet der Weltcup ab Freitag ohne Fans statt. "Das ist auch für uns ein komisches Gefühl", sagt Jens Kramer vom Ski-Club Willingen, "aber die Sportler haben sich inzwischen dran gewöhnt". Und: Sie sind froh, dass sie ihren Sport während der Pandemie überhaupt ausüben können.

Corona-Tests und Einzelzimmer

Das weiß auch Leyhe, der in dieser Saison wegen seines Kreuzbandrisses zwar nicht dabei sein kann, seinen Teamkollegen und der Heimat am Wochenende aber einen Besuch abstattet. Funktionieren kann das nur, weil auch der Willinger sich streng an das Hygienekonzept hält.

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Weltcup Willingen live im hr und der ARD

Der Hessische Rundfunk berichtet auf hessenschau.de, in den Hörfunkwellen und im hr-fernsehen ab Freitag vom Skispringen in Willingen. Live zu sehen ist der Weltcup ab Freitag (15.50 Uhr) auch in der ARD Sportschau.

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Das sieht in diesem Jahr erstmals Corona-Beauftragte vor, die darauf achten, dass das Konzept greift, das der Ski-Club und der Deutsche Skiverband (DSV) vom Gesundheitsamt abgesegnet bekommen haben. Dazu gehören etwa regelmäßige Corona-Tests, Einzelzimmer und getrennte Hotels für Sportler und Medienschaffende und die Einhaltung der gängigen Hygieneregeln.

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Stephan Leyhe siegt in Willingen
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Regelroutiniers auf und neben der Schanze

Für Springer und Teams gehört all das in diesem Winter ohnehin dazu, und auch mit Geisterspringen sind Markus Eisenbichler, Karl Geiger und Co. in dieser Saison inzwischen vertraut.

"Ich mache mir bei den Routiniers keine Sorgen", sagt Leyhe. Aber: "Das Remmidemmi pusht uns Springer, um vielleicht noch fünf oder zehn Prozent mehr rauszuholen." Der Schanzenrekord von 152 Metern, den aktuell die finnische Skisprunglegende Janne Ahonen und der Slowene Jurij Tepes halten, scheint also nicht in Gefahr. Dabei ist Tepes auch in diesem Jahr in Willingen dabei - allerdings als Vorspringer.

Neue Wertung "Willingen/6"

Nach ihm nehmen 64 Springer aus 16 Nationen auf dem Startbalken Platz und haben dann von Freitag bis Sonntag sechs Sprünge vor sich - im Bestfall. So sammeln sie über das gesamte Weltcup-Wochenende Punkte, die in diesem Jahr erstmals in der Wertung "Willingen/6" zusammengefasst werden. Für den Sieger gibt es dann noch einmal eine zusätzliche Prämie.

Auch diese Wertung hat sich im vergangenen Jahr Lokalmatador Leyhe gesichert, damals aber hieß sie noch "Willingen/5". Zwar wird es für den Willinger in diesem Jahr nichts mit der Titelverteidigung im Upland, Leyhe hat am Mittwoch aber trotzdem schon einmal die Schanze inspiziert. "Alles top präpariert", schrieb er anschließend auf Instagram. Und damit ist in diesem Jahr dann doch nicht alles anders.

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Der Zeitplan in Willingen

Freitag

  • 13.30 Uhr: Offizielles Training
  • 15.45 Uhr: Qualifikation

Samstag

  • 15 Uhr: Probedurchgang
  • 16 Uhr: Einzel-Wettkampf

Sonntag

  • 14.45 Uhr: Qualifikation
  • 16.15 Uhr: Einzel-Wettkampf
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