Bembelbomber auf dem Hockenheimring

Sebastian Vettel startet am Sonntag für Aston Martin in die neue Saison. Die Fans versprechen sich viel vom Wechsel und bauen ein Auto aus Apfelweindosen dafür um.

Videobeitrag

Video

zum Video Vettel-Fans bauen Auto aus Apfelwein-Dosen um

Vettel Bembelbomber
Ende des Videobeitrags

Der Wechsel von Sebastian Vettel zu Aston Martin stellt nicht nur den Piloten selbst vor neue Herausforderungen, sondern auch seine Fans: Der Erste Sebastian-Vettel-Fanclub aus Heppenheim musste sein aus 800 Apfelweindosen gebautes Fahrzeug umrüsten.

"Wir haben den vorderen und hinteren Bereich neu gestaltet und Dosen ausgetauscht", erzählt der Fanclub-Vorsitzende Toni Nicklisch. Am kommenden Wochenende startet die Formel 1 in Bahrain in die neue Saison - die Fans gingen schon eher auf die Fahrbahn.

"Bembelbomber": Vettelmobil aus 800 Dosen

Am Montag wurde das ganz eigene Vettelmobil, der sogenannte "Bembelbomber" der Fans, auf dem Hockenheimring vorgestellt. Vorbereitung war auch hier alles: "Wie bei den großen Teams auch haben wir Testfahrten gemacht und geschaut, ob das Auto konkurrenzfähig ist." Außerdem werden Nicklisch und die mehr als 300 Mitglieder die "Fanclub-Scheune" in Heppenheim demnächst in grün statt rot erleuchten lassen, sprich in den Farben des neuen Rennstalls.

Er hofft zum einen, dort im Laufe der Saison wieder in der Gemeinschaft die Rennen verfolgen zu können, und zum anderen, dass Vettel sich dann akklimatisiert hat. Mit seiner schlechtesten Saison als Stammfahrer und ohne den ersehnten Titel hatte Vettel 2020 sein Engagement bei Ferrari beendet. "Bei Ferrari hat er sich nicht so richtig wohl gefühlt", meint Nicklisch.

Der neue Bembelbomber am Hockenheimring.

Vettel im Aston Martin: Fans mahnen zur Geduld

Im Aston Martin geht es nun wohl kaum direkt um die vorderen Plätze; die Ziele sind mittelfristig angelegt. Vettels größte Fans wollen auf jeden Fall Geduld mit ihrem Idol aufbringen. Nicklisch meint: "Aston Martin und er müssen zusammenwachsen. Erst Mitte oder Ende der Saison werden wir konstante Leistungen sehen." Mit einigen Monaten Anlauf werde der viermalige Weltmeister seine Erfahrungen eingebracht haben und sie auch selbst besser nutzen können.

In diesem Sinne verläuft die Umstellung des "Bembelbombers" wohl schneller als jene für den Fahrer in der Formel 1. Sebastian Vettel wird sich nun an der Flexibilität seines Fanclubs messen lassen müssen.