Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen

Mit dem Kampf um die WM-Krone hat Sebastian Vettel beim letzten Grand Prix der Saison am Sonntag nichts zu tun. Immerhin in den Renten-Plänen von Kumpel Kimi Räikkönen nimmt der Heppenheimer aber eine zentrale Rolle ein.

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Formel-1-Finale in Abu Dhabi: Spannung bis zum Schluss

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Beim letzten Weltmeister-Jubel in den Vereinigten Arabischen Emiraten stand ein deutscher Formel-1-Pilot ganz oben. 2016 war das, der Wiesbadener Nico Rosberg hatte Lewis Hamilton geschlagen. Auch 2010 wurde die WM in Abu Dhabi entschieden, damals mit dem bis heute jüngsten Titelträger: Sebastian Vettel aus Heppenheim. Diese Zeiten mit deutschen Piloten im Mittelpunkt sind vorbei.

Rosberg hat seine Karriere längst beendet, Vettel wird auch beim großen Finale einer mitreißenden Saison gerade mal eine Nebenrolle einnehmen und versuchen anzukommen. Das Geschehen, das spielt woanders.

Hamilton kann Schumacher überholen

Die Hauptrollen des finalen PS-Thrillers am Sonntag (14 Uhr) übernehmen Max Verstappen im Red Bull und Hamilton im Mercedes - ein Giganten-Duell wie schon lange nicht mehr.

Erstmals seit 1974 gehen die beiden Erstplatzierten der WM-Wertung mit der exakt gleichen Punktzahl ins Saisonfinale. Verstappen, der einen Sieg mehr eingefahren hat und somit bei einem möglichen Crash und dem vorzeitigen Aus von beiden Fahrern Weltmeister wäre, und Hamilton kämpfen im direkten Duell um die WM-Krone. Für Verstappen wäre es der erste Titel, Hamilton könnte sich mit seinem achten Titel in der ewigen Tabelle vorbei an Michael Schumacher auf den alleinigen ersten Platz hieven. Spannung ist also garantiert.

Vettel lander im hinteren Mittelfeld

Etwas gemütlicher geht es derweil im hinteren Teil des Feldes, in dem sich wohl erneut auch Vettel im Aston Martin einreihen wird, zu. Der Südhesse wird die Saison außerhalb der Top Ten, aber wohl immerhin vor seinem Teamkollegen Lance Stroll, beenden. Für großen Jubel ist das zu wenig, für die Premieren-Saison aber wohl in Ordnung.

Einen Schritt weiter als Vettel ist derweil schon Kimi Räikkönen. Der frühere Ferrari-Teamkollege von Vettel wird seine Karriere nach dem Rennen in Abu Dhabi beenden und sich in die Formel-1-Rente verabschieden. Mit dem großen Motorsport-Zirkus will der eigenwillige Finne dann nichts mehr zu tun haben, mit seinem Kumpel Vettel hingegen schon.

Räikkönen freut sich auf Badminton mit Vettel

"Früher haben wir in der Schweiz näher beieinander gewohnt und hatten auch zusammen mehr Zeit außerhalb des Rennfahrens. Heute leben wir etwas weiter auseinander. Ich habe aber bald mehr Zeit, ich bin sicher, dass wir uns ab und an sehen werden", sagte er der dpa.

Ganz ohne sportlichen Wettbewerb wird es für Räikkönen, den Weltmeister von 2007, jedoch auch in Zukunft nicht gehen. Sein neuer Lieblingssport: Badminton. Sein Lieblingsgegner: Vettel. "Ich habe früher sogar ein paarmal versucht, ihn gewinnen zu lassen", so Räikkönen. "Wahrscheinlich besteht sein Plan darin, dass ich so alt werde, dass er mich endlich mal schlagen kann."

Die einen bereiten sich auf den großen WM-Showdown vor, die anderen schmieden schon Pläne für die Rente. So ändern sich die Zeiten.

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