Das deutsche Tischtennisteam um die beiden Hessen Timo Boll und Patrick Franziska hat den Olympiasieg verpasst. Im Finale musste sich die Mannschaft gegen die Chinesen geschlagen geben, nimmt aber die Silbermedaille aus Tokio mit nach Hause.

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Audioseite Silber für deutsches Tischtennisteam bei Olympia

Timo Boll
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Die deutschen Tischtennis-Männer haben die erhoffte Sensation verpasst und das Finale des Teamwettbewerbs gegen China verloren. Die beiden Hessen Timo Boll und Patrick Franziska und Dimitrij Ovtcharov unterlagen dem bei Olympia weiter ungeschlagenen Seriensieger mit 0:3. Mit Silber stellte das DTTB-Trio dennoch sein bestes Ergebnis aus dem Jahr 2008 ein, Bronze ging an Japan.

Im Tokio Metropolitan Gymnasium erhielten der Odenwälder Boll und Franziska aus Bensheim im Doppel gegen Ma Long/Xu Xin zunächst eine kleine Lehrstunde und verloren alle drei Sätze, ohne in Führung gelegen zu haben. Dafür spielte Ovtcharov im Einzel gegen Fan Zhendong teilweise groß auf, lag gegen die Nummer eins der Weltrangliste schon mit 2:1 Sätzen vorne, ehe der Faden riss.

Boll wehrt Matchbälle ab

Boll stand somit gegen den alten und neuen Einzel-Olympiasieger Ma Long schon gehörig unter Druck. Der Europameister kam gegen den Weltranglistendritten erst nach zwei verlorenen Sätzen in Schwung, den dritten Durchgang gewann er nach drei abgewehrten Matchbällen. Im vierten Satz erwies sich der Chinese dann als zu stark.

Während Ma Long als erster Spieler der Geschichte sein fünftes Gold holte, sorgte Ovtcharov mit seiner sechsten Olympia-Medaille für einen Rekord. In Tokio hatte "Dima" wie schon 2012 in London Einzel-Bronze gewonnen, hinzu kommen Silber (2008, 2020) und Bronze (2012, 2016) mit der Mannschaft.