Nikolas Knoblauch von der Frankfurt Galaxy zeigt seine Muskeln.

Die Premieren-Saison der European League of Football geht am Sonntag mit dem Championship-Spiel in Düsseldorf vor 20.000 Fans zu Ende. Im Duell zwischen der Frankfurt Galaxy und den Hamburg Sea Devils sieht sogar Liga-Boss Patrick Esume die Hessen im Vorteil.

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Audioseite "Wir sind das bessere Team"

Die Mannschaft der Frankfurt Galaxy feiert Joshua Poznanski
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Am Sonntag (15 Uhr) ist es soweit: Dann steigt das erste Finale der neugegründeten European League of Football (ELF). In Düsseldorf stehen sich die beiden besten Teams der Saison gegenüber: Die Frankfurt Galaxy und die Hamburg Sea Devils – vor mehr als 20.000 Fans.

"Eine ganz neue Erfahrung"

"Ich habe noch nie vor so vielen Menschen gespielt", gibt Frankfurts Quarterback Jakeb Sullivan auf einer Pressekonferenz am Dienstag zu. Das Maximum, das der US-Amerikaner an seinem kleinen Division-II-College in South Dakota einmal erlebt hat, waren 5.000 bis 6.000 Fans. Düsseldorf wird also auch für Sullivan, der aus dem Football-Mutterland kommt, eine ganz neue Erfahrung. "Ich kann es nicht abwarten zu spielen", so Sullivan.

Die Vorfreude ist fünf Tage vor dem Finale in deutschen Football-Kreisen überall spürbar. Das Championship Game am Sonntag soll das erste von vielen weiteren werden. Die Verantwortlichen sind sich der Strahlkraft durchaus bewusst – und entsprechend froh, dass es mit Frankfurt und Hamburg die beiden Power Houses der Liga ins Endspiel geschafft haben. Die ELF muss sich im Markt erst noch etablieren.

Favorit oder nicht: Hauptsache Meister

Auch wenn alle Beteiligten stets betonen, wie komplett beide Teams sind: Der heißere Anwärter auf den ersten ELF-Titel kommt ganz klar aus der Mainmetropole. "Frankfurt geht als Favorit ins Finale. Die haben am konstantesten abgeliefert in der Saison und sind Woche für Woche besser geworden", sagt selbst Commissioner Patrick Esume.

Hatte Frankfurt das erste Saisonspiel in Hamburg noch knapp mit 15:17 verloren, marschierte das Team von Head Coach Thomas Kösling danach durch die Liga. Im Rückspiel in Frankfurt fertigten sie die Sea Devils mit 35:9 ab. "Wir nehmen die Favoritenrolle gerne an", kommt es Kösling dementsprechend leicht über die Lippen. "Wir wollen hier am Sonntag Meister werden, ob als Favorit oder nicht."

Das Laufspiel stoppen

Kösling sagt das nicht leichtfertig. Der Respekt vor den Hamburgern ist natürlich da. Frankfurts Coach warnt dann auch vor dem "vielleicht besten Special Team der Liga" und dem "Power Running Game" der Hamburger. Dass die Frankfurter das gegnerische Laufspiel stoppen können, haben sie aber bereits eindrucksvoll in der ersten Playoff-Runde unter Beweis gestellt.

Beim 36:6 gegen die Köln Centurions sah deren Running Back Madre London, mit 22 Touchdowns in der regulären Saison der mit Abstand beste Back der Liga, gegen die beste Defense der Liga überhaupt kein Land.

Der FC Bayern des Footballs

Der Vorteil der Hessen ist, dass nahezu das komplette Team Coach Kösling aus der German Football League (GFL) in die neue ELF gefolgt ist. "Wir kommen aus einer gestandenen Mannschaft heraus. Das ist ein Vorteil, den andere Teams nicht haben", sagt Kösling. Die Hamburg Sea Devils mussten zu Beginn der Saison bei Null anfangen.

Auch deshalb hat Hamburgs Trainer Andreas Nommensen die Galaxy einmal als FC Bayern des Footballs bezeichnet. "Weil sie seit Jahren auf einem sehr hohen Level spielen." Noch hinkt der Vergleich zwar, findet Kösling, weil der Galaxy die Titel fehlen, am Sonntag aber könnten sie mit dem Sammeln ja immerhin schon mal anfangen.

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