Auf Abwegen: Sebastian Vettel nach seinem Crash mit Max Verstappen in Silverstone

Enttäuschung statt Aufholjagd: Der Heppenheimer Sebastian Vettel findet sich beim Großen Preis von Großbritannien nach Unfall und Zeitstrafe am Ende des Feldes wieder.

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat sein Heimrennen beim Großen Preis von Großbritannien gewonnen und damit seine Führung in der WM-Wertung ausgebaut. Auf Platz zwei machte der Finne Valtteri Bottas den siebten Mercedes-Doppelsieg in diesem Jahr perfekt. Dritter wurde Ferrari-Jungstar Charles Leclerc. Nico Hülkenberg im Renault wurde Zehnter, Sebastian Vettel kam nur auf Platz 16 ins Ziel.

"Was zur Hölle?"

Die aussichtsreiche Aufholjagd von Vettel endete in der 38. Runde, als er nach einem Verbremser mit dem Red Bull von Max Verstappen kollidierte. Verstappen hatte Vettel zuvor überholt, bei dem Versuch, seine Position zurückzuerobern, rutschte dieser mit seinem Ferrari ins Heck des Red Bull.

Die Rivalen, die sich in der Vergangenheit schon öfter miteinander angelegt hatten, schoben sich unmittelbar gegenseitig die Schuld zu. "Was zur Hölle?", funkte Verstappen verärgert an die Box. Und Vettel meinte: "Was hat er da gemacht?" Die Rennkommissare brummten dem Heppenheimer eine Zehn-Sekunden-Strafe auf.

322 Tage ohne Sieg

Vettel musste sich dann auch noch einen neuen Frontflügel abholen. Verstappen konnte ohne größere Schäden sein Rennen fortsetzen und wurde Fünfter. Im Ziel entschuldigte sich Vettel bei seinem Konkurrenten für das Manöver.

Für Vettel geht damit die Seuchen-Saison 2019 weiter. Bislang konnte er kein einziges der zehn Rennen gewinnen und hat stattdessen immer wieder mit Fehlern, Zeitstrafen und Geschwindigkeitsproblemen zu kämpfen. Vor dem nächsten Rennen in zwei Wochen in Hockenheim wartet der Hesse jetzt schon seit 322 Tagen auf einen Sieg. Außerdem landete der Ex-Weltmeister zum dritten Mal in Serie hinter seinem Teamkollegen Leclerc.