Sebastian Vettel und Mattia Binotto im Gespräch

Verkürzte Rennwochenenden, WM-Läufe im Januar - um in der Coronakrise die Formel-1-Saison zu retten, denkt man bei Sebastian Vettels Ferrari-Rennstall über außergewöhnliche Regelungen nach.

"Wir können zweitägige Grand-Prix-Wochenenden durchführen, mit dem freien Training erst am Samstagmorgen", sagte der Teamchef des Heppenheimers, Mattia Binotto, bei Sky Italia: "So könnten wir die logistischen Herausforderungen meistern, wenn die Rennen innerhalb kurzer Zeit steigen."

Auch mit Blick auf ein mögliches Saisonfinale erst im Januar müssten die Teams "maximale Verfügbarkeit" zeigen: "Wenn wir dadurch einer kompletten WM-Saison 2020 näher kommen und die folgende erst im März beginnt, wären wir bereit." Wie auch die anderen Teamchefs sehe Binotto momentan eine wichtige Phase für die gesamte Formel 1: "Wir haben Chase Carey (Formel-1-Geschäftsführer, die Red.) und dem Weltverband FIA die Freiheit gegeben, den Kalender so zu gestalten, wie es nun notwendig ist."

Start "irgendwann im Sommer"

Zuletzt hatte die Formel 1 auch den als achtes Rennen geplanten Grand Prix in Baku abgesagt, offiziell gilt auch dieser zunächst als verschoben. Nach jetzigem Stand soll die Saison damit am 14. Juni im kanadischen Montreal starten, auch dies scheint momentan aber äußerst fraglich.

Sobald die Austragung der Rennen grundsätzlich wieder möglich ist, will die Königsklasse viele der ausgefallenen Events nachholen. Zu diesem Zweck wurde die Sommerpause bereits vorverlegt, sodass im August zusätzliche Rennen gefahren werden könnten. Formel-1-Boss Carey hoffte Anfang der Woche noch auf einen Start "irgendwann im Sommer, mit einem Kalender, der noch 15 bis 18 Rennen umfasst". Regulärer Saisonschluss wäre der 29. November in Abu Dhabi, ursprünglich waren 22 WM-Läufe geplant