Sebastian Vettel zieht seinen Rennfahrer-Overall an und grinst

Sebastian Vettel hat das wohl letzte freie Training seiner Formel-1-Karriere absolviert. Der Heppenheimer landete in Abu Dhabi auf Platz zwölf, viel wichtiger als die Platzierung waren aber die Überraschungen von Papa Norbert und Kumpel Mick Schumacher.

Audiobeitrag

Audio

Der Abschied von Sebastian Vettel

Ende des Audiobeitrags

Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel darf bei seinem Formel-1-Abschiedswochenende wohl keine Wunder von seinem Aston Martin erwarten. Der Heppenheimer, der am Sonntag (14 Uhr) seinen 299. und letzten Grand Prix bestreitet, belegte im freien Training in Abu Dhabi in der Addition beider Einheiten den zwölften Platz. Mick Schumacher, der bei Haas 2023 für Nico Hülkenberg sein Cockpit räumen muss, kam auf Rang 17.

Um das Sportliche geht es für den 35-jährigen Heppenheimer am Ort seines ersten Titelgewinns im Jahr 2010 aber nur noch am Rande. Der WM-Elfte kann realistisch nicht auf seinen ersten Podestplatz des Jahres hoffen.

Die schnellste Runde fährt der Weltmeister

Die Bestzeit am Freitag sicherte sich Weltmeister Max Verstappen, der seinen Formel-1-Rekord auf 15 Saisonsiege ausbauen kann. Der niederländische Red-Bull-Star war in 1:25,146 Minuten bei seiner besten Runde 0,341 Sekunden schneller als Brasilien-Sieger George Russell (England/Mercedes) und lag fast eine halbe Sekunde vor Ferrari-Pilot Charles Leclerc (Monaco), der als WM-Zweiter punktgleich mit Verstappens mexikanischem Teamkollegen Sergio Perez ins letzte Saisonrennen geht. Perez belegte am Freitag Rang fünf hinter Rekordweltmeister Lewis Hamilton (England/Mercedes).

Das Auftakttraining hatte noch einem Nachwuchstest geglichen. Die Teams setzten insgesamt acht Ersatzfahrer ein. Schumacher überließ seinen Wagen Pietro Fittipaldi. Zur zweiten Session erschien der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher mit einem speziellen Helm für seinen Kumpel Vettel: "Danke Seb!" stand darauf lackiert.

Auf Mick Schumachers Helm steht "Danke Seb!" geschrieben.

Erinnerungen mit Papa Vettel

Eine Überraschung hatte der Südhesse schon beim ersten Gang in die Garage erlebt. Vater Norbert Vettel präsentierte ihm dort dessen ersten Rennfahreranzug und das passende Kinderfoto aus dem Jahr 1995 dazu.

Gerührt umarmten sich die beiden, ehe es für den viermaligen Weltmeister auf den Asphalt hinausging. Platz sechs aus der ersten Einheit konnte Vettel nach dem Sonnenuntergang erwartungsgemäß nicht bestätigen.

Audiobeitrag

Audio

Sebastian Vettel: eine außerordentliche Karriere

Ende des Audiobeitrags