Sebastian Vettel jubelt nach dem Großen Preis in Baku

Nach der Aufholjagd von Baku will Sebastian Vettel beim Rennen in Frankreich seine Form bestätigen. Ein ehemaliger Weggefährte glaubt hingegen, der Heppenheimer sei über seinen Zenit hinaus.

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Vettel Baku
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Sebastian Vettel hat den etwas unverhofften Podestbesuch in Baku mit seinem Aston-Martin-Team ausgiebig gefeiert. Nach Wochen und Monaten voller Tiefschläge fühlte sich der viermalige Formel-1-Weltmeister gar auf "Wolke sieben". Ob der Höhenflug von Dauer ist, wird sich am kommenden Wochenende zeigen. "Frankreich wird mehr eine Standortbestimmung sein", sagte Vettel vor dem siebten Saisonrennen in Le Castellet (Sonntag, 15 Uhr).

Der Circuit Paul Ricard ist breit und bietet das volle Spektrum von langsamen, mittelschnellen und schnellen Kurven. Dazu gibt es drei mittellange Geraden. Kurzum: Le Castellet ist eine deutlich "normalere" Rennstrecke als die Kurse in Monaco und Baku, wo der 33-Jährige auf die Plätze fünf bzw. zwei vorfuhr und von den Formel-1-Fans jeweils zum Fahrer des Tages gewählt wurde.

Berger: "Vettel ist über dem Zenit"

Formel-1-Sportchef Ross Brawn rechnet damit, Vettel auch künftig in der oberen Hälfte des Klassements zu finden. Der Heppenheimer sei "wieder ganz der Alte", schrieb Brawn in seiner Kolumne bei formula1.com: "Seb scheint sich jetzt wieder in einem Umfeld zu bewegen, in dem er sich wohlfühlt, mit der richtigen Mischung aus Unterstützung, Nestwärme und Druck. Endlich stimmen die Ergebnisse wieder mit seinem Können überein."

Etwas anders sieht das Gerhard Berger. Der frühere Formel-1-Pilot und einstige Weggefährte Vettels bei Toro Rosso (2007 bis 2008) wähnt den 33-Jährigen "rein von der Leistungsfähigkeit her über seinem Zenit". Berger präzisierte bei Sport1: "Er fordert ja immer öfter, dass ein Auto zu seinem Fahrstil passen muss." Bei den letzten beiden Rennen hat Vettel allerdings einen guten Kompromiss gefunden.