Sebastian Vettel in Suzuka

Supertaifun Hagibis wirbelt das Formel-1-Wochenende in Suzuka ordentlich durcheinander. Das Qualifying wurde bereits verlegt, könnte sogar abgesagt werden. Das letzte freie Training wurde dadurch zum echten Gradmesser - mit schlechtem Ausgang für Sebastian Vettel.

Sebastian Vettel kämpfte im Qualifying-Modus um eine letzte schnelle Runde, doch der Übermacht der Silberpfeile hatte der Ferrari-Star nichts entgegenzusetzen: Der viermalige Formel-1-Weltmeister hat beim Großen Preis von Japan in den letzten trockenen Stunden vor dem Eintreffen des Supertaifuns Hagibis einen womöglich richtungweisenden Rückschlag einstecken müssen.

Im wichtigen zweiten freien Training am Freitagmittag kam der Heppenheimer auf seiner Lieblingsstrecke in Suzuka nicht über den fünften Platz hinaus. Vettel (1:28,376 Minuten) war dabei nicht nur rund eine halbe Sekunde langsamer als das dominante Mercedes-Duo Valtteri Bottas und Lewis Hamilton, auch im Teamduell mit dem viertplatzierten Shootingstar Charles Leclerc hatte der 32-Jährige das Nachsehen.

Komplette Qualifying-Absage möglich

Das zweite Training wurde unter besonderen Voraussetzungen gestartet. Nach der Verlegung des Qualifyings wegen der Gefahren des Monstersturms Hagibis auf den Sonntag (3 Uhr MESZ) diente die Session als eine Art Hybrideinheit aus Training und Qualifying.

Denn: Sollten auch am Sonntagmorgen Sicherheitsbedenken oder Sturmschäden die Zeitenjagd unmöglich machen, ist eine komplette Absage des Qualifyings eine Option. In diesem Fall würde das Ergebnis des zweiten Trainings über die Startaufstellung für das Rennen am Sonntag (07.10 Uhr MESZ) entscheiden - zum Nachteil von Ferrari. Eine Verlegung des Rennens auf Montag schloss der Automobil-Weltverband FIA aus.