Sebastian Vettel hatte nur selten Grund zum jubeln bei Ferrari.

Trotz schwieriger Vergangenheit: Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel würde Mick Schumacher nahelegen, eines Tages zu Ferrari zu wechseln.

"Ja, absolut. Auch wenn bei mir dort der ganz große Erfolg ausgeblieben ist", sagte Sebastian Vettel im Sport1-Interview am Sonntag auf die Frage, ob er Schumacher zu diesem Schritt raten würde.

"Ferrari wird immer etwas Besonderes sein"

Der 34-Jährige habe bei dem ehemaligen Rennstall von Micks Vater Michael Schumacher "ja trotzdem schöne Jahre" gehabt: "Und die Marke wird immer etwas Besonderes sein. Ich würde ihm jedenfalls nicht wegen der paar Sachen, die bei mir nicht so gut geklappt haben, abraten."

Vettel war vor seinem Wechsel zu Aston Martin bis Ende 2020 sechs Jahre für Ferrari gefahren, für den WM-Titel reichte es nicht. Mick Schumacher sei "ein sehr vernünftiger, gut erzogener junger Mann, der jetzt bereit ist, seinen eigenen Weg zu gehen", sagte Vettel: "Seine Arbeitseinstellung erinnert mich an seinen Vater. Ich wünsche ihm von Herzen ein Auto, mit dem er im nächsten Jahr mehr Akzente setzen kann."

Vettel: Kein Konkurrenzdenken gegenüber Mick Schumacher

Für den jungen Haas-Piloten sei Vettel "mehr Freund als jemand, der Verantwortung spürt". Der Heppenheimer habe "deswegen auch null Konkurrenzdenken ihm gegenüber" und gebe seine "Erfahrungen gerne weiter". Mick Schumacher fährt 2022 seine zweite Saison im bislang unterlegenen Haas. Zudem ist er bereits Ersatzfahrer bei Ferrari.